Kosten der Katzenhaltung (c) www.pixabay.comSie sind unabhängig und eigensinnig, denn sie lassen sich im Gegensatz zu Hunden nur bedingt leiten und erziehen.
Und dennoch gehören Katzen zu den beliebtesten Haustieren, denn sie bringen viel Freude in das Familienleben. Doch wer sich eine Katze anschaffen möchte, sollte sich im Vorfeld darüber informieren, welche Kosten auf ihn zukommen, da eine Katze 20 Jahre oder älter werden kann und man somit eine langjährige Verantwortung übernimmt!

Anschaffungskosten

Zunächst einmal fallen für die Anschaffung Kosten an. Rassekatzen von eingetragenen Züchtern sind deutlich teurer als „gewöhnliche Hauskatzen“. Im Tierheim beträgt die Schutzgebühr zumeist zwischen 100 und 250 Euro, wobei die Katze gewöhnlich bereits ihre Routinebehandlungen wie Kastration, Impfungen, Parasitenbehandlung, Kennzeichnung und ggf. auch die Testung auf Viruserkrankungen wie FIV oder FeLV erfahren haben. Rassekatzen vom eingetragenen Züchter können 500 bis 2.500 Euro kosten, je nach Rasse und Behandlungsstand.

Was gehört zur Grundausstattung?

Fress- und Trinknäpfe sind natürlich unverzichtbar. Für eine optimale Hygiene dürfen Katzentoiletten (die allgemein empfohlene Faustregel der Toilettenanzahl beläuft sich auf die Anzahl der Katzen + 1, also bei 2 Katzen demnach auf 3 Toiletten), Katzenstreu und eine Schaufel nicht fehlen.

Für Tierarztbesuche oder sonstige erforderliche Transporte bzw. Notfälle muss eine geräumige und sicher zu verschließende Transportbox (möglichst von oben zu öffnen) vorhanden sein, in welcher die Katze sich auch aufrichten und bewegen kann. Viele Katzen bekommen in zu kleinen Boxen massive Platzangst, die große Probleme und gesundheitliche Folgen beim Transport, bei der anschließenden tierärztlichen Behandlung und selbstredend auch beim nächsten Versuch, sie wiederum in die Box zu bekommen, bereiten können.

Auch eine Katzenbürste und ein Kamm sind empfehlenswert, um überschüssige Haare zu entfernen (die ansonsten beim Putzen aufgenommen werden und das Verdauungssystem der Katze stark belasten) und das Fell der Katze sauber zu halten sowie auf Parasiten zu überprüfen.

Einen gemütlichen Schlafplatz, der ihr eine Rückzugsmöglichkeit bietet, wird sie dankbar annehmen. Zudem ist vor allem bei reiner Wohnungshaltung ein deckenhoher Kratzbaum mit ausreichend großen Liegeflächen (oftmals nur für Kitten ausgelegt!) als Ersatz für das Klettern auf Bäume sowie zum Abwetzen der Krallen absolut unverzichtbar (nicht zuletzt auch der Möbel wegen)!

Auch an Katzenspielzeug wie Stoffmäuse oder Rascheltunnel sollte gedacht werden. Für diese Grundausstattung ist je nach Haltungsform mit 100 bis 300 Euro zu rechnen, wobei es nach oben hinsichtlich der Qualität, der Materialien und dem eigenen Anspruch des Designs kaum Grenzen gibt.

Die laufenden Kosten

Die Kosten für Futter, Leckerli und Streu für die Toilette belaufen sich je nach Marke und Händler monatlich auf mindestens 50 Euro. Zusätzlich fallen je nach der Haltungsform (Freilauf oder Wohnungshaltung, Kontakt zu anderen Katzen) regelmäßige Tierarztkosten für Impfungen und Entwurmungen an, welche im ersten Jahr zwischen 80 und 200 und in den Folgejahren zwischen 40 bis 150 Euro betragen.

Hochertige Ernärung 

Es ist wichtig, der Katze hochwertiges Futter zur Verfügung zu stellen, denn die Stärke des Immunsystems und die Widerstandskraft gegenüber Erkrankungen hängen entscheidend von der Ernährung ab. Minderwertiges Industriefutter besteht aus günstigen Nebenerzeugnissen wie Schlachtabfällen, künstlichen Vitaminen und Enzymen. Hochwertiges Futter besteht aus mindestens 80 Prozent Fleisch in Lebensmittelqualität. Einer der am häufigsten gemachten Fehler ist der, am Futter zu sparen und zu denken, dass das billige Supermarktfutter schon seinen Zweck erfüllt (leider kursieren im Internet auch diesbezüglich sehr irreführende Veröffentlichungen der Stiftung Warentest, die das Futter nicht nach den Kriterien einer artgemäßen Ernährung bewerten, sondern zweitrangige Kriterien zugrunde legen). Um eine Katze artgerecht zu füttern und gesund zu erhalten, ist es wichtig, zu berücksichtigen, dass sie ein Fleischfresser und kein Pflanzenfresser ist und demzufolgen ihre Verdauungsorgane auf die Verdauung von Fleisch (nicht von Geitreide) spezialisiert sind. Sie benötigt also zur Gesunderhaltung eine "fleischlastige" und möglichst getreidefreie Ernährung. Kommt man ihrer Natur nach und sorgt für eine hochwertige Ernährung, spart man wiederum Tierarztkosten in der Folge.

Erkrankungen einkalkulieren

Genau wie beim Menschen kommt es nur äußerst selten vor, dass eine Katze bis ins hohe Alter nie erkrankt. Grundsätzlich können Katzen nahezu alle Erkrankungen bekommen, die auch den Menschen ereilen können, und es gibt eine ganze Reihe katzentypischer Erkrankungen die früher oder später fast vorprogrammiert sind. Spätestens im Alter zeigen sich zumeist typische Organschwächen. Aber auch junge Katzen können schwere Erkrankungen bekommen oder sich im Freigang mit Viren, Bakterien und Parasiten anstecken, deren Behandlung schnell äußerst kostenintensiv werden kann. Daher ist es ratsam, monatlich für eventuelle Notfälle mindestens 50 Euro zur Seite zu legen. Die Behandlungen von Verletzungen bringen oft hohe Arztkosten mit sich. Bei Unfällen, die mit Frakturen einhergehen, liegen die Kosten der operativen Versorgung selbst in einfachen Fällen bei mindestens 800 bis 1200 Euro. In besonders schwierigen Fällen können durchaus einige tausend Euro Kosten entstehen. Für einen stationären Aufenthalt von sieben Tagen werden häufig bereits mehrere hundert Euro berechnet. Eine Katzenversicherung hat viele Vorteile. Die Übernahme für Verbandsmaterial, Röntgenbilder und Medikamente sowie je nach Tarif auch Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen oder Wurmkuren ist teilweise inbegriffen. Aber Achtung! Ein Vergleich ist wichtig und unverzichtbar, um die richtige Versicherung je nach Preis/Leistung auszuwählen.

Fazit

Wie man hier sieht, sind nicht nur die einmaligen Anschaffungskosten der Grundausstattung gut abzuwägen, sondern auch die fortlaufenden, regelmäßigen Ausgabe. Die Anschaffung einer oder mehrerer Katzen will also wohl überlegt sein, denn man übernimmt die Verantwortung für das Leben und die Bedürfnisse des Tieres für rund 15 bis 20 Jahre. Ein unüberlegter Schnellschuss kann schwerwiegende Folgen haben. Eine Katze ist kein Gegenstand, den man nach kurzer Zeit wieder verkaufen oder in gar wegwerfen kann, wenn man feststellt, dass die anfänglichen Erwartungen nicht den Tatsachen entsprochen haben.

Foto © pixabay.com

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