kim davies 528680 unsplashDas Feline Immundefizienz-Virus (FIV) ist dem menschlichen Aids-Virus sehr nahe verwandt und gehört zu den Retro-Viren. Übertragen wird es durch Speichel und Blut, hauptsächlich durch Bisse. Eine Übertragung des felinen Virus von der Katze auf den Menschen kann mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden!

Das Virus vermehrt sich in den Immunzellen der infizierten Katze und zerstört diese. Hierdurch können sich Viren, Bakterien oder Parasiten ungehindert entwickeln und die verschiedensten Krankheiten hervorrufen. Viele chronische Infektionen unterschiedlicher Organsysteme, zum Beispiel auch chronische Zahnfleischentzündungen, können durch die Immunschwäche ausgelöst werden.

Katzen-Aids hat keine eindeutigen Symptome und ist ohne einen Bluttest weder auszuschließen noch zweifelsfrei zu diagnostizieren! Viele erkrankte Katzen leiden zunächst unter den Anzeichen des Katzenschnupfens, wie z.B. Nasenausfluss oder Bindehautentzündung.

Der Tierarzt kann anhand einer serologischen Untersuchung des Blutes der Katze FIV-Antikörper nachweisen. Allerdings sollte tunlichst darauf geachtet werden, dass der Test nicht mit Vollblut gemacht wird, wie bei vielen Tierärzten unter Verwendung eines Quick-Tests/Snap-Tests üblich! Um eine Verfälschung des Ergebnisses durch die Erythrozyten weitestgehend auszuschließen, sollte das Blut zuvor zentrifugiert und der Test mit dem sich ergebenden Serum durchführt werden.

Durch diese Verfälschung kommt es also nicht selten zu falsch-positiven Testergebnissen! Im Klartext: Der ELISA-Test übersieht anscheinend keine positive Katze, jedoch wertet er oft negative Katzen fälschlicherweise als positiv!

In einem solchen Fall ist immer noch einmal ein weiterer Test in einem anderen Testverfahren nötig, um genauen Aufschluss darüber zu erhalten, ob das Tier tatsächlich infiziert ist oder nicht! Zum Beispiel ist es bei einem Test mittels Immunchronomatographie eher umgekehrt als beim ELISA: Es geschieht eher selten, dass ein Test falsch-positiv ausfällt, eher kommt es vor, dass der Test durch gewisse Störfaktoren das Virus "übersieht". Wendet man also einen ELISA und einen Immunchronomatographen in Kombination an (rekombinantes Verfahren), und beide fallen positiv aus, dann gilt das Testergebnis als gesichert.

FIV-positive Tiere müssen nicht zwangsläufig erkranken. Sie können viele Jahre symptomlos leben! Kommt die Krankheit jedoch zum Ausbruch, kann man sie nicht heilen sondern lediglich die Folgekrankheiten bzw. die Symptome behandeln, um so das Befinden der Katzen zeitweilig zu verbessern.

Ein Impfstoff gegen die Immunschwäche war bereits für Herbst 2003 für den deutschen Markt angekündigt, blieb jedoch aus, weil man feststellen musste, dass er nicht die gewünschten Erfolge brachte.

Der in den USA erhältlich Impfstoff ist hier in Deutschland nicht zu gebrauchen, da es sich um unterschiedliche Virenstämme handelt! Das Patent am amerikanischen Impfstoff halten die University of California, Davis und die University of Florida. Der als "Killer-Vakzine" bezeichnete Impfstoff wird aus der inaktiven Form des FIV-Virus hergestellt und stimuliert das Immunsystem des Tieres. Er besteht aus Virenstämmen zweier verschiedener FIV-Typen aus Nordamerika und Asien. Laut den Entwicklern Niels Pederson und Janet Yamamoto haben Studien nachweislich die Wirkung des Impfstoffes bestätigt.

Katzen erhielten drei Dosen des FIV-Impfstoffes und wurden ein Jahr später mit einem Virusstamm infiziert. Für 67 Prozent der geimpften Katzen bot der Impfstoff einen Schutz, 74 Prozent der nicht geimpften Tiere infizierten sich mit FIV.

Die Entwicklung des Impfstoffes gegen FIV bei Katzen begann 1986, nachdem Forscher das Virus isolierten. Das Virus wird wie bereits erwähnt hauptsächlich über Bisswunden von einer Katze auf die andere übertragen, da es in hohen Mengen im Speichel vorhanden ist. Wie das menschliche Aids-Virus greift auch das Feline Virus das Immunsystem an und steigert die Krankheits- und Infektionsanfälligkeit der Tiere.

Mit "Katzen-Aids" infizierte Tiere leben im Schnitt zwischen fünf und zehn Jahre symptomlos, entwickeln in der Folge aber augenfällige Merkmale wie Gewichtsverlust, Fieber, geschwollene Lymphknoten, chronische Infektionen und zentralnervöse Störungen. Obwohl sich die Katzen zeitweise wieder regenerieren können, sind sie lebenslang Träger des Virus. Es gibt keine Möglichkeit der Eliminierung, wie bei FeLV!

Schätzungen der FDA zufolge sind weltweit zwischen 2 und 25 Prozent der Hauskatzen mit dem Virus befallen. Die höchsten Raten weisen Japan und Australien auf, den niedrigsten "Katzen-Aids"-Befall verzeichnen Europa und die USA.

Allerdings erfahren wir im aktiven Tierschutz im Laufe der Jahre einen steten Anstieg der bei uns durchlaufenden FIV-Tiere, vor allem unter den Streunern und Wildlingen!! Denn die größte Risiko-Gruppe sind die unkastrierten und heimatlosen Tiere aufgrund ihrer ständigen Revierkämpfe und Deckakte. Die Kastration zählt somit als einzig präventive Maßnahme, da sie das Risiko der auftretenden Beißereien erheblich reduziert!

kajando

Kajando ist eines unserer FIV-positiven Fundtiere. Nach wiederholter positiver Testung (wir lassen die Tests grundsächlich überprüfen) wurde er in einer Pflegestelle ohne Artgenossen untergebracht, bis er in ein endgültiges Zuhause zu einem ebenfalls positiven Kater vermittelt werden konnte. Dort lebt er jetzt in einer riesigen Villa mit katzensicherem Balkon und Freigehege.

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