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Hallo, ich bin Rossini....

Ich bin der Jüngste hier im Haus, und unsere Menschen sagen, ich sei der “kleine Sonnenschein”... Nun ja, eigentlich sollte ich mich hier jetzt persönlich vorstellen, aber ehrlich gesagt hab ich sooo viel Wichtigeres zu tun - z.B. mit meinem allerbesten Kumpel Carino zu toben und zu raufen...oder bei den anderen ein wenig zu stänkern...oder einfach nur etwas Unfug zu treiben. Und da Dosine sich eh schon mal für ihre Vereinszeitschrift PFOTENABDRUCK die Mühe gemacht hat, meine Geschichte aufzuschreiben, habe ich mir gedacht, ich lasse sie einfach mal berichten und widme mich derweil einer meiner oben genannten Lieblingsbeschäftigungen ;-). Los geht’s:

Es ist Sonntag, und Gerd und ich sind auf dem Weg nach Hause, als ein roter Jungkater (nein, nicht Rossini) vor unserem Auto die Durchgangsstraße eines Nachbarortes überquert. Er ist sichtlich angeschlagen, wirkt apathisch, wie weggetreten. Wir halten an um nach ihm zu sehen. In der Einfahrt, in die er läuft, kriecht eine rot-weiße Katze unter einer Treppe hervor, zwei etwa 9 Wochen alte Abbilder ihrer selbst im Schlepptau.

„Sind sie wieder über die Straße gelaufen?“ fragt mich die Anwohnerin, die gerade aus dem Hinterhof kommt. Während sie berichtet, dass die Katzen wohl auf einem Hof in der Nachbarschaft geboren seien, dort aber nicht versorgt würden, läuft der kleine Kater wieder auf die Straße und vors nächste Auto. Der Fahrer jagt ihn laut schimpfend davon, aber der Kater ist zu schwach um davon groß Notiz zu nehmen. Ich hole einen Kennel aus dem Auto und packe das Tierchen ein. Dann widme ich mich noch einmal der Mutterkatze und erfahre, dass sie ihre Sprösslinge unter der Eingangstreppe großzieht, nur 5 Schritte von der Straße entfernt, die ihr nur zwei der fünf Kinder gelassen hat. Der Rest des Wurfes ist bereits überfahren worden.
Es ist November und ziemlich kalt. Die Mama schmiegt sich an meine Beine, als wolle sie mich bitten, sie auch mitzunehmen. Nur wohin mit ihr und den Kindern? Alle Pflegestellen des Vereins sind zum Bersten überbelegt. Doch hier haben sie keine Chance. Ich hoffe darauf, dass beim nachmittäglichen Arbeitstreffen jemand eine Idee hat, wen man dafür gewinnen könnte, als Pflegestelle für diese kleine Familie zu fungieren, und steige schließlich schweren Herzens zu meinem Mann und dem kranken Katerchen ins Auto.

Leider lässt sich niemand finden, der sich der Tiere annimmt, und so fahre ich zwei Tage später voller Sorge noch einmal nach Calden. Als ich ankomme, liegt es vor mir auf der Straße: das vierte tote Baby. Weinend lese ich den noch warmen Körper auf und beschließe, dass die Mama und ihr einzig verbleibender Sprössling da weg müssen – egal wohin! Ich hole meine Makrolonfalle, denn der Kleine ist absolut scheu und nicht anfassbar.
Auf der Fahrt zu mir nach Hause liegen beide schnurrend in der Falle, der Kleine suckelnd an der Zitze seiner Mama.
Daheim packe ich sie erst einmal ins Gäste-WC, von der Größe optimal, um den Kleinen handzahm zu machen und außerdem durch die Fliesen wieder gut zu desinfizieren. Denn natürlich sind die Tiere verfloht und verwurmt. Und schnell stellt sich heraus, dass sie auch mächtig Schnupfen haben und erst einmal ein Antibiotikum benötigen. Sie werden also erst einmal bleiben, bis sie fit sind und sich eine Pflegestelle findet, und so taufe ich sie Zoe (gesprochen Soui) und Rossini.

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Bereits am nächsten Tag gelingt es mir, Rossini statt der anfänglichen Faucher einen Schnurrer zu entlocken – das Eis ist gebrochen! Es ist den beiden abzuspüren, dass sie froh sind, ein warmes Plätzchen und einen gefüllten Napf zu haben.

Während sie ihren Schnupfen kurieren und es ihnen zunehmend besser geht, muss ich meine Zustimmung zur Einschläferung des roten Jungkaters geben, der mich zu ihnen geführt hat: Er leidet an ausgebrochener Leukose, befindet sich bereits im Siechtum. Ich weiß nicht, was ich zuerst tun soll - um den Kater weinen oder mir Sorgen um Zoe und Rossini machen, dass sie ebenfalls FeLV-infiziert sind?
Leider ist noch immer keine Pflegestelle in Sicht, und so müssen die beiden länger als geplant im Gäste-WC sitzen. Aber besser in einem Gäste-WC als tot auf der Straße! Und sie fühlen sich trotz der Enge sehr wohl, das ist ihnen abzuspüren! Keinerlei Drang nach draußen, kein Gejammer. Sie sind so was von pflegeleicht!

Als sie fit genug sind, bringe ich sie zur Kastration und lasse noch einmal Blut für einen weiteren Leukosetest abnehmen. Bereits beim ersten Tierarztbesuch hatte ich Zoe mittels Schnelltest testen lassen. Das Ergebnis war negativ. Aber angesichts der nachgewiesenen Leukose des kleinen Katerchens Mio, der ja mit ihnen zusammen an dem Haus lebte, will ich ganz sicher gehen und beauftrage einen PCR-Test, der das Leukose-Virus auch nachweisen kann, wenn es sich bereits aus dem Blut ins Knochenmark zurückgezogen hat. Andere Tests fallen unter diesen Umständen falsch negativ aus.

Drei Tage später erhalte ich das niederschmetternde Ergebnis: Zoe ist positiv. Rossini nicht, was entweder bedeutet, dass er sich noch in der so genannten Blindphase befindet (während der Inkubationszeit fällt der Test negativ aus, auch wenn das Tier bereits infiziert ist) oder dass er das Virus bereits eliminiert hat oder dass er sich noch nicht infiziert hat. In letzterem Fall wäre es absolut notwendig, ihn von der Mama zu trennen, um ihn vor der drohenden Infektion zu bewahren. So rotiere ich, einen Einzel-Pflegeplatz für Zoe zu finden.

Eine liebe Familie zwei Straßen weiter, für die ich gerade ein Fundtier vermittelt habe, erklärt sich bereit, Zoe vorübergehend aufzunehmen. Es fällt mir schwer, sie weg zu bringen, aber ich weiß, dass ich Rossini diese Chance auf ein gesundes Leben schuldig bin. Nun heißt es ein paar Wochen warten, und ihn erneut testen zu lassen. Aber erst einmal wird er umgesiedelt – er zieht zwei Stockwerke höher in mein Büro, welches ich kurzer Hand als Quarantänezimmer umfunktioniere. Außerdem packe ich mir eine Matratze ins Büro, um nachts bei ihm schlafen zu können, damit er so wenig wie möglich allein dort oben in der Quarantäne ist. Er ist ein Baby und braucht Gesellschaft, damit er nicht vereinsamt! Fortan spielt sich mein Leben überwiegend im Büro ab, während mein Mann sich die meiste Zeit allein um die anderen 7 Katzen kümmern muss.

Es vergehen einige bange Wochen, in denen Rossini durch den Glasausschnitt der Tür schon einmal Kontakt zu den anderen Katzen aufnimmt. (Zwar sind die anderen geimpft, doch weiß man, dass die Impfung nur bedingt schützt, wenn die Tiere permanent mit dem ausgeschiedenen Virus konfrontiert werden. Außerdem ist da noch unser Luca, der aufgrund seiner CNI nicht mehr geimpft werden darf.) Er ist fit, spielt und tobt, und ich gebe mich dem Wunschdenken hin, dass der Wiederholungstest auch diesmal wieder negativ ausfällt.

Im Januar ist es soweit. Voller Hoffnung bringe ich Rossini zur Blutabnahme, mit den Überlegungen, dass er bei einem negativen Test künftig mit den anderen Katzen im Haus und im Garten laufen soll.
Doch leider wird nichts aus meinen Plänen: Der Test fällt diesmal positiv aus! Ich spreche mit dem Labor, ob das Ergebnis auch wirklich gesichert ist und keine Verwechslung der Probe vorliegen kann. Man versichert mir, die Qualitätsprüfung habe das Ergebnis bestätigt.

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Ich bin niedergeschlagen. Eine positive PCR bedeutet nach dem Kenntnisstand der Virologen, dass eine Eliminierung des Virus´ nicht mehr möglich ist, da bereits eine Eintragung ins Genom erfolgt ist. Zu wissen, dass dieser kleine, liebenswerte Kerl vielleicht nur noch kurze Zeit zu leben hat, macht mir enorm zu schaffen, und während ich versuche, ein Zuhause für ihn zu finden, in dem bereits ein anderes FeLV-positives Tier lebt, welches Gesellschaft wünscht, suche ich nach Informationen über die medizinischen Möglichkeiten.
Zwei mir gegenüber durch das Labor getätigte Aussagen bezüglich der Zeiträume einer möglichen Eliminierung des Virus´ und der Aussagekraft der PCR widersprechen sich meiner Ansicht nach. Ich weigere mich daher, zu glauben, dass eine positive PCR eine Eliminierung unmöglich macht, und nehme mir vor, Rossini nach einer gewissen Zeit noch einmal testen zu lassen, obwohl man mir rät, mir keine falschen Hoffnungen zu machen.

Im Frühjahr lassen mich die Ereignisse einen erneuten Test zunächst aufschieben: Wir verlieren Mimi und Luca  auf tragische Weise innerhalb von nur 26 Stunden, und ich sehe mich vorerst nicht in der Lage, einen weiteren Tiefschlag einzustecken.

Im Juli erfahre ich dann vom Labor, dass es neue Kenntnisse in Sachen PCR-Test gibt. Es läuft eine Studie am Robert-Koch-Institut, in der sich zeigt, dass man mit dem bisherigen Wissensstand wohl noch ziemlich am Anfang steht. Die Einzelheiten lassen neue Hoffnung in mir aufkeimen: Jetzt oder nie! Ich lasse Rossine erneut testen.

Als der Befund in meine Mailbox flattert, bleibt mir vor Freude fast das Herz stehen: Beide Tests (ELISA und PCR) fallen diesmal negativ aus. Ich rufe sofort im Labor an und frage, ob das Ergebnis gesichert ist. Man sagt mir, dass keine Verwechslung möglich ist, da an diesem Tag nur zwei Proben eingingen, die beide negativ ausfielen.

Mein Mann und ich feiern diesen Tag als Rossinis zweiten Geburtstag, und öffnen die Tür des Quarantänezimmers. Rossini darf zum ersten Mal zu den anderen ins Haus und in den abgesicherten Garten.
Schnell steht die Entscheidung fest: Nach all dem geben wir Rossini nicht mehr her, wenn die Zusammenführung mit den anderen gelingt und die Tiere sich gut vertragen.

Übrigens: Als ich Rossini einige Zeit später in der Tierärztlichen Hochschule Hannover beim Zahnspezialisten vorstelle, verlangt man dort noch einen weitere Test, der ebenfalls negativ ausfällt...

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Soweit Dosines Bericht, wie das Schicksal mich hierher geführt hat. Und natürlich hab ich mich sofort gut eingelebt. Carino und ich waren sofort dicke Kumpel. Wir hatten uns ja bereits durch die Glastür angefreundet, hatten uns oft an der Tür aufgelauert und hatten Fangen gespielt, obwohl die Scheibe zwischen uns war. Wir zogen sofort zusammen durch den Garten, als würden wir uns ewig kennen. Dosine sagt, sie habe noch nie eine so enge und schöne Katzenfreundschaft erlebt. Ich hab also nicht nur ein liebevolles Heim gefunden sondern auch noch einen richtig guten Freund.

 

Wir raufen und rangeln, dass sich die Balken biegen :-) .... Und natürlich wird sich auch mal gegenseitig geputzt....

Tja, wer hätte gedacht, dass das Schicksal es doch noch so gut mit mir meint? Denn wenn Ihr mich fragt: Wäre Mio nicht vor meinen Menschen über die Straße gelaufen und sichtlich angeschlagen gewesen, dann würde ich heute wohl nicht mehr leben. Entweder hätte auch mich ein Auto erwischt, so wie meine vier Geschwister, oder die Leukose hätte mich dahin gerafft, so wie Mio. Denn unter den harten Lebensbedingungen da draußen (keinen warmen Unterschlupf, kaum Nahrung, durch Katzenschnupfen geschwächt....) hätte ich wohl kaum das Virus eliminieren können.

Übrigens: Auch meine Mama Zoe, die von ihrer Pflegestelle adoptiert wurde, hat es geschafft, das Virus zu besiegen. Auch ihre beiden Wiederholungstests fielen negativ aus! Sieht ganz so aus, als hätten wir Mio zu verdanken, dass unser Leben nicht so endete wie seines. Traurig ist nur, dass er es nicht auch schaffen durfte...

Euer Rossini

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(Letzte Änderung dieser Seite: 23 Juli, 2015)


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