Banner
Titel

    Home (Startseite)

     Mimi & Co (wir über uns)

   +  Mimi
   +  Sammy
   +  Fritzi
   +  Luca
   +  Semira
   +  Leo
   +  Bonita
   +  Carino
   +  Rossini
   +  Lene
   +  Unser Katzengarten
   +  Gerd & Birgit

     Tipps rund um die Katze

   +  Buchtipps / Rezensionen
   +  Futtertipps
   +  Kratzbaumtipp
   +  cat-on Katzenmöbel im Test
   +  Partytipp
   +  Katzenkalender
   +  Katzennamen
   +  Katzenallergie
   +  Gerichtsurteile

     Wissenswertes
 
   +  Spielend durchs Leben
   +  Katzen auf der Couch
   +  Die Katze, der Vogelkiller?
   +  Ortsgedächtnis der Katze
   +  Revierverhalten der Katze

   Im Text klicken!  In Sachen Gesundheit
  

   +  Nierenerkrankungen (CNI)
   +  Harnwegserkrankungen
   +  Verdauungsstörungen
   +  Verstopfung
   +  Chronischer Durchfall
   +  Magen-/Darmerkrankungen
   +  Lebererkrankungen
   +  Übergewicht (Adipositas)
   +  Diabetes bei Katzen
   +  Katzenschnupfen (FHV/FCV)
   +  Katzenseuche (FPV/Parvo)
   +  FeLV Feline Leukämie
   +  FIP   Feline Infekt. Periton.
   +  FIV   Feline Immund. Virus
   +  FIA   Feline Infekt. Anämie
   +  Tollwut
   +  Toxoplasmose
   +  Impfschutz
   +  Hautpilz
   +  Haarausfall (Alopezie)
   +  Bindehautentzündung
   +  Bronchitis / Asthma
   +  Ohrenerkrankungen
   +  Zahnstein, Gingivitis
   +  Zahnschmerzen
   +  FORL
   +  Epilepsie
   +  Schilddrüsenerkrankung
   +  Anämie
   +  Wurmbefall
   +  Flohbefall/Flohstichallergie
   +  Zeckenbefall
   +  Giardien
   +  Erste Hilfe für Katzen
   +  Schocktherapie
   +  Unfallursache Fenstersturz
   +  Zwerchfellriss (Atmung)
   +  Lebenselexier Wasser
   +  Die Katze im Alter
   +  Handaufzucht von Kitten
   +  Vorsicht Hitzestau
   +  Katzenkiller Teebaumöl
   +  Permethrinvergiftung
   +  Katzen an Silvester
   +  Passivrauchen
   +  Buchtipps Schulmedizin
   +  Buchtipps Homöopathie
   +  Buchtipps Naturheilkunde

     Abschied

   +  Euthanasie
   +  Deutschlands Tierfriedhöfe
   +  Die Regenbogenbrücke
   +  Testament einer Katze

     Katzen in Not

   +  Zuhause gesucht
   +  Pro Senior
   +  Glückskatze Susi
   +  Kittys Klage
   +  Freddys zweite Chance
   +  Katzen als Geschenk?
   +  Muster-Tierschutzvertrag
   +  Vermisste Katzen
   +  Zugelaufene Katzen
   +  Suchanleitung (!)
   + 
Umgang mit einem Totfund
   +  zurück nach 7 Wochen
   +  zurück nach 1,5 Jahren
   +  Straßenkatzen
   +  Hilfe für “Wildlinge”
   +  Streunerhütte
   +  Styrokisten für Streuner
   +  Zuchtmissstände
   +  Alisha
   +  Katzenqäler Oberhausen
   +  Misshandelt
   +  Tierversuche an Katzen
   +  Kastration
   +  Frühkastration
   +  Warum Katzenschutz?
   +  Links Katzenschutzvereine
   +  CAT-CARE e.V.

     (winterliche) Lyrik

   +  Katzengedichte
   +  Katzengeschichten

     Forum

   Im Text klicken!  Gästebuch

   Im Text klicken!  Stubentigershop

   Im Text klicken!  Twitter

   Im Text klicken!  Facebook  
   Im Text klicken!  Impressum

   Im Text klicken! Partnerprogramme

Hallo, ich bin Mimi. Ich bin irgendwann im April 1996 geboren, und zwar auf dem Hof neben unserer alten Wohnung. Meine Mama heißt Mieze und ist pechschwarz. Mein Papa war ein rot-weißer Kater. Wurde aber nur einmal zur Katzenhochzeit auf dem Bauernhof gesichtet. Ich hatte noch einen pechschwarzen Bruder namens Moritz, aber der ist leider eines Tages verschwunden. Ich war bereits fast ein Jahr alt und habe nur 1,2 Kilo gewogen, als meine Menschen mich dem Bauern weggenommen haben.

Dem war ich nämlich, neugierig wie ich nun mal war, irgendwann in den Motorraum seines Autos gekrabbelt - nur leider wollte er zu der Zeit gerade wegfahren, und so schloss ich unangenehme Bekanntschaft mit seinem Keilriemen. Die Folge: ein Knickschwanz und ein Lungenriss. Als ich nicht mehr wachsen wollte, meinte sein Tierarzt (ohne mich zu untersuchen!), ich hätte wohl innere Verletzungen. Der Bauer meinte daher, ich würde "eh bald tot gehen". Aber ich bin eben eine Kämpfernatur und habe so schnell nicht aufgegeben.

So kam der kalte Winter, meine Mama wollte nichts mehr von mir wissen und mein "großer" Bruder ging eigene Wege. Also beschloss ich, zu den Schweinen zu ziehen. Ich schlief auf der Sau, bis sie Ferkel bekam und ich mich zu denen unter die Rotlichtlampe legen konnte. Dabei versengte ich mir das Fell auf den Ohren, die daraufhin ringsum ein wenig abfroren. Mit den kahlen, abgenagt aussehenden Ohren sah ich dann aus, als wäre ich selbst eines der kleinen Ferkel.

Ich saß oft mitten in der dampfenden Miste, oder wurde vom kalten Februarwind umgeworfen. Dort bemerkte mich Dosine und sah, dass ich mich beim Atmen aufblähte wie eine Unke. Sie brachten mich daher in Eigenregie zu dem "Weißkittel". Der stellte fest, dass ich durch den Lungenriss jetzt Asthma hatte und außerdem kleinwüchsig sei. Er spritze mir ein Mittel, verpasste mir eine Wurmkur und riet, mich zurückzubringen - wegen der Ansteckungsgefahr.

Von wegen: Meine Menschen baten den Bauern, mich behalten zu dürfen, ließen mich auf Leukose testen und steckten mich in Birgits Büro in "Quarantäne", um ihr altes Katzenmädchen Kitty nicht zu gefährden. Dann galt alle Aufmerksamkeit mir und meiner Gesundpeppelung. Salbe auf die Ohren, Tabletten gegen den Schnupfen - irgendwann wuchsen die Haare auf den Ohren (entgegen der tierärztlichen Prognose) wieder und der Schnupfen verschwand.

Aber eines verschwand nicht: die Flecken auf den Fliesen, die man bisher meinem Schnupfen zugeschrieben hatte. Sie entpuppten sich als eitriger Ausfluss aus dem rechten Ohr. Auch das wurde mit Antibiotika behandelt - bis die Schwellung im Ohr zurückging und der Weißkittel einen Tumor dahinter entdeckte. Da ich zu klein und zu schwach für eine OP war, musste ich bis Juni weiterhin mit Antibiotika vollgestopft werden. Dann war ich reif für den Eingriff.

Der Weißkittel hat sich echt Zeit für mich genommen. Ich glaube, ich verdanke ihm mein Leben. Ich landete also auf seinem OP-Tisch und er schnippelte mir ein V aus meinem Ohransatz, um überhaupt an den Tumor zu kommen. Hinterher nähte er mir das V einfach wieder zusammen. Die Schmerzmittel, die er mir dann gab, wirkten leider nicht und so bekam ich in der folgenden Nacht regelrechte Tobsuchtsanfälle, bei denen ich derart schrie, dass Kitty solidarisch mit schrie.

Aber am nächsten Tag sah die Welt schon ganz anders aus. Ich bin ja hart im Nehmen, und deshalb habe ich am nächsten Tag schon wieder gespielt. Den Trichter musste ich noch drei Wochen tragen, weil das V wieder aufriss, aber der störte mich nicht einmal. Von da ab ging es bergauf. Ich bin dann doch noch ein wenig gewachsen und wiege heute (inzwischen natürlich auch kastriert) sogar über drei Kilo! Der Weißkittel staunt heute noch, wie gut ich mich entwickelt habe. Bin ich froh, dass meine Menschen nicht seinem ursprünglichen Rat gefolgt sind, mich einfach wieder auf den Hof zurück zu bringen!

Als Kitty dann im November 1997 wegen Nierenversagen eingeschläfert werden musste, wie ihr langjähriger Lebensgefährte Pinky ein Jahr zuvor, begann ich mich tierisch zu langweilen. Ich habe meinen Leuten dann klargemacht, dass ich unbedingt wieder kätzische Gesellschaft brauchte, in dem ich meine akute Zerstörungswut hemmungslos auslebte. Das zog. Im Sommer darauf zogen dann Fritzi, Sammy, Luca und Semira bei uns ein. Die vier hätten mir eigentlich schon gereicht, aber als im Sommer 2000 mein kleiner Bruder Leo als letztes Kind unserer Mama auf dem Bauernhof zur Welt kam und kein Zuhause fand, zog der Rotzlöffel auch noch hier ein. Und was soll ich sagen, irgendwann kam dann noch der Quälgeist Carino, den seine Leute unversorgt in der Wohnung zurückgelassen hatten, als sie abgehauen waren, und schließlich stieß auch noch Bonita zu uns, eine kleine Wilde, die mitten in der Stadt an einer großen und sehr stark befahrenen Hauptstraße in den Büschen gelebt hatte...
Aber die erzählen Euch ihre Geschichte lieber selbst. Ich verabschiede mich an dieser Stelle...

Tschüss, Eure Mimi

Karo 

5. Juni 2005 - Unser Herz liegt in Scherben.....

...denn unser Sonnenschein hat uns verlassen! Völlig unerwartet und von einem Moment auf den anderen bekam sie an diesem Sonntagmorgen gegen 9.oo Uhr eine Aortenthrombose: Ein Thrombus (Blutgerinnsel) löste sich in ihrem Herzen (wir wussten, dass ihr Herz bereits vergrößert war, jedoch sah dies der Tierarzt als noch nicht behandlungsbedürftig an) und wanderte durch die Aorta, wo er irgendwo in Höhe der Wirbelsäule stecken blieb und die Blutversorgung des hinteren Körperteils abschnitt. Dies führte zum Absterben und damit zur Lähmung der Hinterläufe, was äußerst schmerzhaft für sie war. Wir waren gerade im Bad und hörten sie plötzlich schreien. Man konnte an diesen Schreien sofort erkennen, dass es Schmerzensschreie waren, und so rannten wir los, nach ihr zu sehen. Sie war im Schlafzimmer und robbte schreiend auf dem Po mit seitlich ausgestreckten Hinterbeinen durch den Raum zur Tür. Hätte ich sie nicht festgehalten, wäre sie so die Treppe runter gerobbt! Sie wollte vor ihren Schmerzen davon krabbeln.... Es war grauenvoll!
Noch kurze Zeit zuvor hatte sie neben Semira gesessen und vergnügliche ihre Pute verspeist, die sie so gern mochte. Und plötzlich robbte sie da schreiend zu unseren Füßen herum. Wir waren fassungslos und voller Angst, denn es war uns sofort klar, dass diese Lähmung auf ihr krankes Herz zurückzuführen war!
Wir packten sie auf der Stelle ein und rasten zum Notdienst in die Klinik, wo unsere Befürchtung durch eine Röntgenaufnahme bestätigt wurde. Die Wirbelsäule wies keinerlei Verletzungen auf, so dass die Lähmung nicht von einem Sturz kommen konnte. Das Herz zeigte sich vergrößert (was wir ja bereits wussten) und außerdem war ein deutliches Lungenödem und Wasser im Brustraum sichtbar. Während all dieser Untersuchungen wand sie sich vor Schmerzen und brüllte aus Leibeskräften. Die Ärztin teilte uns mit, dass sie keine Chance sah. Ein solcher Thrombus könne in tausend Fällen vielleicht ein-/zweimal per Heparin-Tropf und Aspirin aufgelöst werden, aber meist würden die Tiere während der tagelangen Tropfbehandlung sterben. Und dann diese unzumutbaren Schmerzen! Wir mussten innerhalb von Minuten die schlimme Entscheidung treffen, ob wir ihr diese Tortur zumuten wollten. Für die Behandlung hätte sie nicht nur über mehr als eine Woche allein in der Klinik bleiben, sondern vor allem auch ruhig gestellt werden müssen. Durch unsere Erfahrungen bei der Entfernung ihres Tumors damals wussten wir, dass Schmerz- und Beruhigungsmittel bei Mimi so gut wie gar nicht anschlugen. Das hieß, sie wäre wahrscheinlich überhaupt nicht am Tropf zu halten gewesen, da sie ja getobt hat vor Schmerzen. Weiterhin hätten die Medikamente ihr Herz zusätzlich belastet, und man hätte sie ja nicht über so viele Tage sedieren können...
Die Ärztin wies uns darauf hin, dass die Gefahr des Todes während der Behandlung groß sei. Wir hätten nicht bei ihr bleiben dürfen, und die Vorstellung, dass sie genauso allein und verlassen in der Klinik sterben würde, wie es bei unserem Sammy der Fall war, war nicht zu ertragen.
Weiterhin teilte uns die Ärztin mit, dass im Herzen in so einem Fall immer gleich mehrere Thromben sitzen, die sich in der Regel nacheinander lösen und abwandern, was im Klartext bedeutet hätte, dass sich der Vorfall mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wiederholt hätte, selbst wenn sie die Behandlung überlebt hätte und wir es geschafft hätten, den Thrombus aufzulösen. Also die ganzen Schmerzen dann noch einmal... Und wenn es dann kein Sonntag gewesen wäre und wir nicht daheim sondern an der Arbeit gewesen wären, dann hätte sie über Stunden hinweg leiden müssen oder wäre in unserer Abwesenheit in Ermangelung an Hilfe gestorben... Wir hätten ALLES dafür gegeben, sie retten zu können, egal was es gekostet hätte, aber diese Aussichten wären ein Kampf gegen Windmühlen gewesen, der sie nur gequält hätte! Das durften wir nicht zulassen.... Und so trafen wir die bittere Entscheidung, sie von diesem Leid zu erlösen. Es brach uns das Herz, als sie schreiend vor Schmerzen in unserer Umarmung über die Regenbogenbrücke ging....

Karo 

Mimi, Du warst unser Sonnenschein, das Herz der Familie, diejenige, die uns jeden Tag unzählige Male zum Lachen brachte mit ihren Kapriolen. Du hattest nur Unfug im Kopf, warst quirliger als jedes Katzenkind, obwohl Du mit Deinen 9 Jahre ja eigentlich bereits als Senior hättest bezeichnet werden müssen. Aber davon warst Du meilenweit entfernt. Du hast gesprüht vor Leben, hast das Leben geliebt und in vollen Zügen genossen, was man in nahezu jeder einzelnen Minute deutlich sehen konnte. Du hast jeden Raum mit Sonne durchflutet und warst die Chefin hier im Haus. Nun fehlst Du uns an allen Ecken und Enden!! Wir vermissen Dich so unsagbar!!
Du wurdest von einem Moment zum anderen aus unserem Leben gerissen und wir müssen mit dem Loch in unserer Mitte fertig werden.... Ein Gefühl, dass man kaum treffender beschreiben kann, als es Anastasia in ihrem Song “How come the world won´t stop spinning”  getan hat:

[...]
The sun is still shining
But everything feels like rain,
And if I had one wish
It would be to see you again

Nothing’s fair
When we loose
Without a moment to say goodbye

How come the world won’t stop spinning
Now that you’re gone
I know every end has beginnings
But this one’s all wrong
So wrong, so wrong

Caught in the middle
Wrong place, wrong time
And I’m hopelessly missing you
And I can’t stop deny

Nothing’s fair anymore
And I know there’s a better place
And I’ll never stop dreaming of you

How can the seasons keep changing
Since you disappeared
tell me how come the world won’t stop
How come the world won’t stop

Sweet tears are shed
This pain we lay to rest
It’s hard lettin’ go
But I keep movin’ on
In a place I don’t belong

How come the world won´t stop spinning
now that you’re gone
I know every end has beginning
Said this one’s all wrong
Said this one’s all wrong
How can the seasons keep changing
Since you disappeared
Oh, you’re gone
You’re gone

Nun liegst Du da draußen im Garten, in dem Du so oft übermütige Bocksprünge vollführt hast, während die anderen sich längst ausruhten und irgendwo dösten... Ganz dicht zwischen Sammy und Luca, der Dir nur einen Tag später über die Regenbogenbrücke folgte... Was uns bleibt, sind die vielen schönen Erinnerungen an Euch und die Rosen auf Eurem Grab, die wir sehr bedacht auf Euer Wesen und Eure Fellbarbe abgestimmt ausgewählt haben...

Und wieder einmal heißt es für uns:

Eine Blüte für das Leben,
eine Rose für das Grab.
Gott mit Schmerz zurückgegeben,
was zur Freude er uns gab....


Foto: Mimi´s Rose...

Wenn die Liebe einen Weg zum Himmel fände
und Erinnerungen zu Stufen würden,
dann würden wir hinauf steigen
und Dich zurück holen!



(Letzte Änderung dieser Seite: 23 Juli, 2015)


Besucher seit dem 26/7/99