Wir hatten lange Zeit hier einen Aufruf gestartet, dass man uns doch bitte Tipps zur Gestaltung eines “katzensicheren Gartens” bzw. eines Katzengeheges zukommen lassen sollte. Es hagelte Tipps für kleine Katzengehege, eher einem Zwinger ähnelnd, aber wir wollten unsere Katzen ja nicht einsperren, sondern sie den ganzen Garten genießen lassen. Also begonnen wir zunächst einmal mit der Bepflanzung entlang der Grundstücksgrenze, damit der spätere Zaun von außen verdeckt würde, damit sich die Nachbarn keinen Anstoß nehmen würden In der Zeit machen wir uns auf die Suche nach einer praktikablen Lösung.
So manche Anregung, die wir im Laufe der Zeit bekamen, war nicht besonders ansehlich, andere waren finanziell oder aus Rücksicht auf die Nachbarn nicht umsetzbar, und so entstand schließlich Im Sommer 2003 unsere ganz eigene Kreation von Katzenzaun, damit unsere Katzen dann endlich mit in den Garten durften. Es wurde ein Mattenzaunsystem der Firma >Dino< (bitte anklicken, um den Katalog aufzurufen!! Zu beziehen sind die Elemente in Baustoffmärkten) errichtet, gar nicht sehr hoch, nur 1,60 Meter, damit es mit den Nachbarn keine Probleme gab, in den unsere Bäume nun “hineinwachsen” durften. Inzwischen sieht man den Zaun gar nicht mehr. Aber wir möchten Euch hier ja die Anfänge zeigen, damit Ihr seht, wie man das Ganze umsetzen kann. Daher haben wir die alten Bilder der ersten Jahre hier für Euch bereit gestellt.
Anfangs hatten wir oben auf den Abschluss des Zauns zwei Elektrodrähte gesetzt, die an ein Weidenzaungerät (kann man z.B. bei Pussy-Versand.de bestellen) angeschlossen sind, für den Fall, dass die Katzen versuchen würden, den Zaun zu erklimmen - was sie jedoch gar nicht taten! Hier sieht man ganz gut, wie die Drähte mit dem Isolator am Zaun befestigt sind:
Das ganze geht von der einen Hauswand einmal herum ums ganze Grundstück bis zur anderen Hauswand, wobei wir nach vorn und nach hinten jeweils ein Tor eingebaut haben, um das Grundstück von außen betreten bzw. nach außen verlassen zu können, ohne durchs Haus zu müssen. Und fertig war unser Katzengarten. Hier die nähere Ansicht der linken Grundstücksgrenze kurz nach der Zaunsetzung, als die Thuja bereits begannen, durch den Zaun zu wachsen. Diese hier sichtbaren Rasensteine (Mähfixe genannt) vereinfachen nicht nur das Mähen sondern verhindert auch die Möglichkeit, sich unter dem Zaun durchzugraben. Sie wurden zum “Catwalk”, denn auf ihnen laufen die Katze immer “Patroullie” am Zaun entlang, damit auch ja keine fremde Katze ins Revier eindringt! Da die Thuja inzwischen über sie gewachsen waren und die Katzen nicht mehr richtig auf ihnen laufen konnten, haben wir die Mähfixe inzwischen ein Stück nach innen versetzt und den Bereich dahinter mit einem Zierkies ausgefüllt, so dass die Katzen einen neuen Catwalk erhalten haben, ohne ständig mit den Thujabäumen in Berührung zu kommen (siehe unten auf den neueren Fotos). Aber hier seht Ihr noch die anfängliche Ansicht von damals:
Und hier ein damaliger Gesamtüberblick nach hinten über die Terrasse hinweg (heute ist das alles komplett zugewachsen, so dass man das Haus im Hintergrund nicht mehr sieht, und der Baum ist gigantisch groß gewachsen und enthält eine Aussichtsplattform für die Katzen):
Die Gesamtkosten der Umzäunung beliefen sich auf rund 2.000 Euro. Die Isolatoren und Drähte haben wir bei der Firma >Reitsport Malkus< im Nachbarort gekauft, die auch einen Onlineshop hat. Unser Weidenzaungerät haben wir auch dort gekauft, aber das gibt es heute nicht mehr, daher macht es keinen Sinn, hier den Namen zu nennen. Aber wie gesagt, Weidenzaungeräte für Katzen gibt es beim >Pussy-Versand.de<. Auf jeden Fall raten wir zu einem Netzgerät - nicht zu einem batteriebetriebenen Gerät (die muss man immer aufladen lassen!!). Ein Netzgerät läuft mit Strom und kann sogar mittels einer Funksteckdose per Fernbedienung von drinnen ein- und ausgeschaltet werden, wenn es z.B. wie bei uns draußen im Schuppen montiert ist. Unser Gerät läuft ja seit Jahren nicht mehr, weil wir es nicht benötigen. Die Katzen haben sich allein vom Geräusch der Stromtaktung abhalten lassen, den Zaun zu erklimmen, und durch die dahinterstehenden Bäume, die wenigstens schon so hoch waren, dass die Tiere nicht gesehen hätten, wo sie gelandet wären. Nur Rossini, der später kam und somit den Klang der Stromtaktung nie miterlebt hatte, hat sich irgendwann einen Spaß daraus gemacht, über das hintere Tor (recht auf dem vorigen Bild neben unserer Gartenhütte) hin und her zu springen, was die anderen mit großen Augen beobachteten. Daher haben wir seinerzeit den Zaun kurz eingeschaltet, um ihm das abzugewöhnen. Da es uns aber so leid tat, als er dann tatsächlich eine gewischt bekam und sich entsetzlich erschrocken hat, haben wir einen Aufsatz auf das Tor gebaut, der so hoch ist wie die Bäume daneben und damit war die Sache dann auch erledigt und das Gerät konnte wieder ausgeschaltet werden. Noch ein Tipp zur Umsetzung: Wichtig ist eine gute und tiefe Erdung (langer Erdungsstab), denn sonst schlägt - wie es bei uns anfangs der Fall war - immer der Funke über, wenn Wasser auf einer Litze hängt. Wir hatten anfangs nicht ausreichend geerdet... Und natürlich muss um die Litzen herum das Buschwerk freigeschnitten sein, damit es ausreichend funktioniert. Auch das Holzhaus hatten wir damals mit “verdrahtet”, weil es sehr nahe am Zaun steht und die Katzen wunderbar hätten am Holz hochklettern und über den Zaun springen können:
Hier seht Ihr unser erstes selbstgebautes Katzenhaus, welches rege Benutzung fand. Später haben wir weitere dieser Art gebaut, damit die Katzen sich nicht drum streiten müssen. ;-)
Hier noch einmal das damals kleine Bäumchen, was wir bewusst in die hinterste Ecke gepflanzt hatten, damit es dort richtig gut wachsen kann und die Katzen später was zum Klettern haben. Es handelt sich um einen Birkenahorn, der rasend schnell wächst. Er ist genauso schnell wie die Thuja gewachsen, überragt diese also inzwischen längst und ist riesig groß geworden.
Hier füge ich mal ein Bild aus dem letzten Sommer ein, auf dem ich Bonita oben im Baum auf ihrer Aussichtsplattform mit Teleobjektiv vom Haus fotografiert habe, weil sich lustiger Weise ein “Loch” im Blattwerk gebildet hatte, durch welches Bonita uns immer vom Baum aus beobachtete und alles im Blick behalten konnte. Auch wir konnten von drinnen immer prima schauen, ob Bonita in ihrem Baum war, wenn wir sie drinnen nicht fanden (man musste sich nur etwas anstrengen, um es mit bloßen Auge und ohne Tele erkennen zu können):
Der Platz auf der Bank war damals schon sehr beliebt (vor allem bei Luca, der früher jeden Morgen von dort aus Aussicht hielt), heute ist er ein begehrter Schattenplatz unter dem Baum. Inzwischen steht dort eine große Teakbank. Hier noch ein Foto aus der ersten Zeit, mit dem Kletterstamm der Katzen, der hier von Bonita als Kopfstütze genutzt wird:
Hier seht Ihr unser zweites und mehrstöckiges Katzenhaus aus der Anfangszeit (wurde inzwischen umgebaut und orange gestrichen, siehe neuere Fotos ganz unten). Hier haben die Katzen insgesamt 3 “Räume”. Die obere Etage ist zumeist Leos “Wachturm” Aber er liegt auch gern zum Sonnen in dem hinteren Bereich unten, weil dort die Sonne so schön durch die “Fenster” scheint:
Hier kommen ein paar ältere Schnappschüsse aus der ersten Zeit im Garten, auf denen man glaube ich sehr gut sehen kann, wie die Katzen den Garten genießen:
Und zum Abschluss nun noch ein paar Impressionen aus dem Jahr 2011, damit Ihr eine Vorstellung bekommt, wie es inzwischen so aussieht. Hier seht Ihr die rechte Grundstücksseite (und die Gräber der Katzen, die bereits über die Regenbogenbrücke gegangen sind). Die Büche stehen auf dem Grundstück der Nachbarn und wachsen zu uns durch. In der Mitte hatte sich gerade ein Loch ergeben, weil ein Busch etwas vertrocknet war:
Das Ganze noch einmal aus einer anderen Perspektive, als wir die Büsche von unserer Seite gerade zurückgeschnitten hatten, weil sie zu nahe an die Rosen der Gräber herangewachsen waren:
Dieses Bild wurde etwas früher aufgenommen. Zu dem Zeitpunkt hatten die Nachbarn gerade einen Baum hinter unserem Zaun entfernt, weil er krankhaft war. Inzwischen haben wir die Lücke von unserer Seite mit einem Bambus und ganz hinten neben der Hütte mit einem Sichtschutz in Zaunfarbe gefüllt:
Hinter dem Flieder seht Ihr unsere Außen-Katzentoilette. Sie ist aufgefüllt mit Blumenerde, damit die Katzen ihre Ausscheidungen auch gut vergraben können:
Und hier noch eine Ansicht des unteren Grundstückendes. Der Baum war in diesem Jahr so groß geworden, dass wir ihn im Frühjahr radikal beschnitten hatten. Hier auf dem Foto sieht er daher untenrum etwas kläglich aus, aber inzwischen ist das bereits wieder zugewachsen. Die CDs, die hier an der Leine baumeln dienen ein wenig zum Schutz der Vögel (sieht man ja auch oft in den Feldern draußen). Sie drehen sich im Wind und funkeln von der Sonne angestrahlt, so dass die Vögel sich etwas fernhalten. Und zudem bieten die sich ergebenden Lichtpunkte auf dem Rasen der interessierten Katze auch das ein oder andere Jagdobjekt - quasi wie eine riesiger Laserpointer:
P.S.: Falls Ihr auch gern ein Katzenhaus hättet, aber handwerklich gesehen zwei linke Hände oder einfach nur keine Zeit habt, haben wir Euch mal ein paar interessante Objekte bei Amazon zusammengestellt: