Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Streunerhütten oder Katzenhäuser zu bauen. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Es kann zum Beispiel im typischen Blockbohlenhaus-Stil sein, wie wir die Katzenhäuser in unserem Garten gebaut haben. Das sieht dann ungefähr so aus:
Allerdings ist die Abbildung eher eine “Sommervariante”, denn ein Winterhaus, welches Streunern Schutz vor Wind und Wetter bieten soll, sollte keine Fenster haben, die Wärmeverlust mit sich bringen, stattdessen aber einen höher gelegten Eingang und mehr Dachüberstand, um besser vor Regen und Schnee zu schützen. Der Stil des Hauses ist dabei letztlich völlig egal, ebenso wie die Baumaterialien, die Ihr verwendet. Aber es gibt einige wichtige Kriterien zu beachten, um ein wintertaugliches, wärmendes Katzenhaus zu bauen:
Die Baumaterialien müssen frei von Schadstoffen und Lösungsmitteln sein!
Das Haus sollte von innen mit Styropor ausgekleidet sein, um die Wärme zu halten.
Der Eingang sollte gerade so groß sein, dass die Katze hindurch kommt, sonst geht zu viel Wärme verloren.
Der Eingang sollte so hoch angebracht werden, dass kein Wasser nach innen laufen und kein auf dem Boden liegender Schnee hereinfallen kann.
Es sollte vorn ein gewisser Dachüberstand zum Schutz vor Regen und Schnee gebaut werden.
Es sollten im Haus keine Decken oder Stoffteile liegen, da diese bei Regen/Schnee die Nässe aufnehmen und ggf. sogar gefrieren. Statt dessen sollte am besten Stroh eingelegt werden, da es die Feuchtigkeit absorbiert und das Tier wärmt.
Nachstehend seht Ihr eine Streunerhütte, die Bernd & Carola Fremdt gebaut haben. Sie haben auch gleich eine Bauanleitung für Euch geschrieben:
Zwei gleich große Holzkisten (min. L. 60 x B. 40 x T. 30cm) übereinandersetzen
Die obere Kiste innen mit vier Holzlatten (ca. 40 cm lang) in den Ecken versehen, als Sicherung gegen Verrutschen
Untere Kiste auf die Grundplatte (30-40 cm länger als die Kiste) montieren
Die Grundplatte ist in unserem Beispiel der Rest einer älteren Küchenarbeitsplatte
Auf der oberen Kiste ist ebenfalls ein Reststück einer Küchenarbeitsplatte verschraubt, mit einer Neigung nach hinten (Regenablauf)
Vorderseite: Beide Kisten aufeinander stapeln und ein "Suppenteller" großes Loch mit der Stichsäge aussägen
Stützfüße unten an die Grundplatte montieren (Rest von Holzpfosten oder ähnliches)
Unter Kiste auf Grundplatte montieren. Mit drei Brettern einen "Windfang" direkt an die Öffnung montieren. Dieser kann noch zusätzlich mit einer Folie oder ähnlichem zugehängt werden
Die ganze Konstruktion wetterfest lackieren, vorher mit Holzschutzgrund behandeln (nur außen)
Innen mit Styropor auskleiden (auch Boden und Decke), Spalt der beiden Kisten dabei mit Styropor überdecken (damit es nicht durchzieht)
Der obere Teil der Hütte ist zwecks Reinigung abnehmbar, innen liegt unter einem alten Stück Lammfell (alter Autoschonbezug) ein Heizkissen, das bei Bedarf eingeschaltet werden kann
Die fertige Konstruktion steht zusätzlich auf großen Steinen, um sie vor der Feuchtigkeit von unten zu schützen.
Wer handwerklich nicht ganz so geschickt ist bzw. keine “Werkstatt” hat, wo er das Ganze zusammenzimmern kann, der kann sich natürlich auch ein herkömmliches Katzenhaus aus dem Handel besorgen und dieses dann entsprechend mit Styropor auskleiden, was natürlich deutlich teurer wird, als wenn man es selbst baut: