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Kater Floh - nach 7 Wochen wieder daheim...

- von Andre und Anke -

Floh ist ein Findelkind. Irgendwann im Sommer '97 sprach uns eine Nachbarin an, ob auch unsere gelben Säcke aufgeschlitzt worden seien. Sie befürchtete, dass sich eine Ratte in unserem Haus herumtrieb. Seltsamerweise waren nur die gelben Säcke aufgeschlitzt, in denen sich Katzenfutterdosen befanden.... Und wenige Tage später haben wir dann unsere weiße "Ratte" mit schwarzen Abzeichen entdeckt. Ein etwa einjähriger kastrierter Kater, der seinem künftigen Namen alle Ehre machte. Nachdem wir seinen ersten Hunger gestillt hatten, machten wir uns auf die Suche nach seinem Zuhause. Keine Tätowierung, kein Chip und auch die Tierheime hatten keine auf ihn passende Vermisstenmeldung vorliegen. Da hatten wir nun plötzlich eine Katze, oder vielmehr hatte sich Floh uns ausgesucht. Und nachdem an allen erforderlichen Stellen im Haus Katzenklappen eingebaut waren, wurde Floh zu einem richtigen Hauskater. Das ist nun gut drei Jahre her und wir hätten im Leben nicht daran gedacht, dass wir uns einmal Sorgen machen müssten, weil er eines Morgens nicht nach Hause zurückkehrte.

Nachdem wir an einem Samstagabend von einem Besuch bei Freunden erst relativ spät nach Hause kamen, begrüßte uns Floh schon an unserer Gartentür. Er bekam eine ordentliche Portion Katzenfutter und wir durften endlich zu Bett gehen. Am nächsten Morgen war Floh nicht mehr da. Zunächst dachten wir, er sei halt unterwegs oder spiele gerade mit einer der anderen Katzen im Haus. Aber auch später war Floh nirgendwo aufzutreiben. Wir konnten es uns nicht erklären. Floh hatte seine festen Zeiten, zu denen er Essen kam oder uns einfach nur besuchte. Aber er kam nicht. Auch in der näheren Umgebung unseres Hauses war er nicht zu finden, obwohl er nie weit fortging. Es blieb uns nichts anderes übrig als den ganzen Abend und die ganze nächste Nacht nach ihm zu suchen. Wir hatten sämtliche Gärten und angrenzenden Straßen abgesucht und nach ihm gerufen. Nichts.

Das Programm für den nächsten Tag war klar: Floh suchen, Tierheime anrufen und Plakate aufhängen. Wir hätten uns schwarz ärgern können, dass wir Floh noch nicht tätowiert, nicht einmal gechipt hatten. Das sollte erst im Rahmen der demnächst anstehenden Zahnsteinentfernung geschehen. Jetzt war es zu spät. Das Suchen blieb erfolglos. Selbst das Abgehen der in der Nähe befindlichen Bahnschienen (Achtung sehr gefährlich!!) brachte keine neuen Erkenntnisse (zum Glück...).

Um ihn in unserem Tierheim als vermisst zu melden, sind wir dann persönlich hingefahren, damit wir auch ein Bild von Floh abgeben und schon ein erstes Mal in den Käfigen nachsehen konnten. Die Art und Weise, wie die Vermisstenmeldung aufgenommen wurde, machte uns allerdings keine allzu großen Hoffnungen auf Hilfe durch das Tierheim. Auf der Kalenderseite des Tages, an dem Floh verschwand, wurde seine Meldung eingetragen. Neben vielen anderen Meldungen auf anderen Seiten. Nicht nach Aussehen, Tätowier- oder Chipcodes oder sonstigen Auffälligkeiten geordnet. Dass unsere Befürchtung, dieses System könne überhaupt nicht funktionieren, gar nicht so aus der Luft gegriffen war, zeigte sich als wir Floh nach viel zu langer Zeit wieder aus dem Register austragen lassen wollten. Die Mitarbeiterin des Tierheims benötigte mehr als eine viertel Stunde, um Flohs Eintragung zu finden, nachdem wir mehrmals versichern mussten, dass er auch tatsächlich eingetragen war. Niemand schien annähernd einen Überblick zu haben. Schade.

Also Plakatieren. Wir begannen in der Nähe, in unserem Viertel und weiteten unsere Aktivitäten je nach Resonanz in die eine oder andere Richtung aus. Wir haben sehr viele Anrufe bekommen. Viele hatten Katzen gesehen, die Floh mehr oder weniger ähnlich sahen, andere boten uns gleich neue Katzen an und wieder andere wollten einfach nur ihr Mitgefühl bekunden und sagten, dass sie uns bei der Suche helfen würden. Auf diese Weise haben wir viele Menschen neu oder ganz anders kennengelernt. Aber die meisten unserer Einsätze führten uns zu einem anderen Tier oder blieben gänzlich ohne Ergebnis. Aber wir wollten die Suche nicht aufgeben.

Ein weiteres großes Problem war, dass Floh seit jeher von Autos fasziniert war. Er hatte keine Angst vor ihnen und liebte es, darin herumzuklettern. Da er Autos kannte und sie auch einzuschätzen vermochte, konnten wir uns nicht vorstellen, dass er einem Autounfall zum Opfer gefallen sein könnte. Trotzdem haben wir uns die Telefonnummer der Stelle bei unseren heimischen Abfallwirtschaftsbetrieben besorgt, die für die Entsorgung "verunfallter" Tierkadaver zuständig war. Die Mitarbeiter der Stadtreinigung waren sehr freundlich und wir vereinbarten, ihnen ein Foto von Floh zu faxen, damit sie, wenn er gefunden werden sollte, uns umgehend benachrichtigen konnten. Im Übrigen sollten wir ruhig wöchentlich ein bis zweimal anrufen und nach Floh fragen, da alle gefundenen Tiere zumindest danach, ob Hund oder Katze, mit ihrer Fellfarbe und grob der Rasse nach in einem Verzeichnis aufgenommen würden. Aber die Autobegeisterung unseres Katers eröffnete eine noch viel schlimmere Gefahr. Er hätte von einer fremden Person mitgenommen worden sein können. In der Zeit von Flohs Abwesenheit haben wir viel danach geforscht, ob in der fraglichen Zeit vielleicht Tierfänger in unserer Stadt gewesen sein könnten und haben viele schreckliche Berichte darüber gefunden. Aber wir hofften, dass er unbemerkt (oder nicht) mitgenommen worden war und irgendwo wieder freigekommen ist. Floh wurde in jedes Suchverzeichnis aufgenommen, das wir finden konnten. Im Internet und bei den zwei größten und bekanntesten Haustierregistern (Tasso und dem Deutschen Haustier Zentralregister).

Also mussten wir auch unsere Plakataktionen noch weiter ausweiten. Aus dem Internet haben wir uns sämtliche Faxnummern der Tierheime aus einem Umkreis von ca. 200 km besorgt und ihnen eine Suchmeldung mit Foto zugeschickt. Die gleiche Suchmeldung haben wir dann auch noch an alle Tierarztpraxen aus Münster und der näheren Umgebung gefaxt und die Ärzte und MitarbeiterInnen gebeten, jede neu behandelte Katze genau unter die Lupe zu nehmen, ob es sich vielleicht um Floh handeln könnte. All unsere Nachbarn und auch die in der näheren Umgebung erhielten einen Brief, in dem wir sie baten, sollten sie am Sonntag Besuch gehabt haben, diesen zu fragen, ob Floh vielleicht aus Versehen mitgefahren ist. Aber alles blieb ergebnislos. Selbst eine im Lokalradio durchgegebene Suchmeldung brachte nichts außer vielen vergeblichen Sucheinsätzen. Wir hatten annähernd 1.000 Plakate von Floh in der Stadt und den Vororten aufgehängt. Mittlerweile waren siebeneinhalb Wochen vergangen. Die Anrufe mit Hinweisen waren erst weniger geworden, in den letzten beiden Tagen dann sogar ganz ausgeblieben. Wir waren kurz davor unsere Hoffnungen auf ein Wiedersehen mit Floh zu begraben.

Wir waren gerade von der Arbeit nach Hause gekommen und wollten einen Cappuccino trinken, als wir feststellten, dass unser Anrufbeantworter eine Nachricht anzeigte. Ein Antiquitätenhandel mit Schreinerwerkstatt und einem unübersichtlichen Lager. Das würde zu Floh passen. Aber es war gar nicht so weit entfernt. Warum sollte er von dort nicht nach Hause kommen. Als wir ankamen, war von Floh keine Spur. Wir durchsuchten das gesamte Lager, fanden aber nichts außer einem verendeten Eichhörnchen. Wir sollten ruhig später noch einmal nachsehen kommen. Also zurück nach Hause. Das Eichhörnchen wurde im Garten beigesetzt. Wir wollten gerade einen neuen Cappuccino aufsetzen, als das Telefon klingelte. Die Werkstatt dachten wir. Falsch. Es war eine Frau, die einfach nur sagte, dass sie unseren Kater habe. Ich konnte das so, wie sie es sagte, nicht glauben und dachte an einen schlechten Scherz. Als sie mich dann aber fragte, ob wir ihn denn gar nicht wieder haben wollten, waren die Gedanken daran verschwunden. Wir sollten uns beeilen. Sie hätte unseren Kater in ihrem Haus eingesperrt und ihr eigener Kater sitze vor der Tür und wolle endlich ins Haus...... Als wir die Küche des Hauses betraten, trauten wir unseren Augen nicht. Da stand unser Floh. Er stand vom Fressnapf auf, strich uns um die Beine und schnurrte kurz, nur um dann gleich wieder zurück zu seinem Fressen zu gehen. Es war eine Kette glücklicher Zufälle gewesen. Floh war der anderen Katze zu ihrem Fressplatz gefolgt. Die Frau, deren Katze unser Floh gefolgt war, hatte in diesem Moment gerade Besuch. Dieser hatte zufälligerweise auch noch unsere Suchplakate gesehen und konnte sich an Flohs Beschreibung erinnern. Floh wurde eingesperrt und wir gerufen.

Ohne die viele Hilfe und Aufmunterung, die wir bei unserer Suche bekommen haben, hätten wir unsere Hoffnung vielleicht schon früher verloren. Aber es hat sich gelohnt, nicht aufzugeben und alles zu versuchen. Unzählige Plakate haben uns Floh wieder zurückgebracht. Letztlich war es die markante, herzförmige Zeichnung auf seiner linken Seite, die zu seinem Wiederfinden führte.

Vielen Dank an alle, die uns geholfen haben! Und: Achtet stets auf Suchplakate in eurer Nähe!

Andre & Anke
 

Karo 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Andre und Anke für diesen Bericht, der mal wieder deutlich macht, dass es erstens wichtig ist, bei der Suche nach einem vermissten Tier ALLES zu geben und dass man zweitens die Hoffnung nicht zu schnell aufgeben sollte!
 



(Letzte Änderung dieser Seite: 23 Juli, 2015)


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