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Ungebetene Gäste: Würmer und Einzeller

von Sarah C. Kilian

Haben Sie schon mal vom Taenia taeniaeformis gehört? Hinter dieser blumigen Bezeichnung versteckt sich der gewöhnliche Katzenbandwurm - und er kommt in den besten Familien vor... Aber vermutlich ist Ihnen herzlich egal, wie die Dinger nun heißen, darum will ich Sie nicht mit ellenlangen, unaussprechlichen Namen langweilen. Wesentlich ist, woran man Wurmbefall erkennt und wie man ihn wieder los wird. Die Erkennung der Art ist für die Bekämpfung zwar unerlässlich, gehört aber - abgesehen von der obligaten Vorsorge durch den Katzenhalter - in die Hände eines Fachmannes. Weil: Nicht alle sind bloß “gemeine Hauswürmer”, manche sind ganz schön gefinelte Biester, salopp ausgedrückt, und können sowohl Mieze als auch dem Menschen ziemlich zu schaffen machen.

Parasiten lieben schwache Opfer

Jeder Parasit kann (günstige Vermehrungsbedingungen und schwache Kondition des Tieres vorausgesetzt) lebensbedrohend sein. Womit sich die Katze in den Schwanz beißt: Parasit macht krank -> Krankheit schwächt -> Schwäche begünstigt den Parasit. Parasitenbefall setzt die Immunabwehr herab und macht damit anfällig für Infektionen. Besonders gefährdet sind Jungtiere, auch Stress mindert die Immunabwehr und wirkt auf Infektionen wie ein unbewachtes Nest auf den Eierdieb.

Wie kommt der Wurm in die Katze?

  • direkt (Katze-Katze, Hund-Katze) oder indirekt
  • oral über einen Zwischen- bzw. Transportwirt: Bandwürmer, Spulwürmer, Hakenwürmer, Lungenwürmer, Saugwürmer, Kokzidien
  • perkutan = aktiv durch die Haut: Hakenwürmer
  • galaktogen = über die Muttermilch: Spulwürmer
  • pränatal = im Mutterleib, z.B. Toxoplasmose

Die Maus im Haus (oder Garten) ist wie alle kleinen Nager, diesbezüglich ein sehr vielseitiges Tier, und kann unsere Mieze mit den meisten vorkommenden Parasiten “versorgen”. Haben Sie bisher rohen Fisch verfüttert, sollten Sie auch diesen als Zwischenwirt nicht unbeachtet lassen.

Abgesehen von unhygienischen Haltungsbedingungen und Fütterunsfehlern steht ganz oben auf der Liste als Feind Nummer eins der Floh. Vor ihm sind selbst supergepflegte Haushalte nicht gefeit, denn er kann ebenso auf Ihrer Türmatte sitzen wie im Supermarkt von einem Menschen auf den anderen hüpfen (alles schon dagewesen). Hunde sind selbstverständlich oft benutzte, “natürliche” Transportmittel, trotz Flohhalsband. Diese kleinen, mehr als lästigen Blutsauger sind nicht nur Zwischenwirt für Bandwürmer, sondern kommen nach gar nicht mal so neuen Erkenntnissen auch für die Übertragung anderer Infektionskrankheiten in Frage.

Kampf dem Wurm - aber wie?

Relativ einfach: Zunächst sollte das Rundum-Service-Programm für jede Mieze außer den üblichen Impfungen und regelmäßiger Ohren- und Zahnkontrolle auch eine Wurmprophylaxe gegen die am häufigsten vorkommenden Rund(Spul)würmer enthalten. Meist mit Tabletten oder Paste, auch per Injektion ist möglich - was immer Ihr Tierarzt oder Sie bevorzugen. Die gern empfohlene Anwendung in dreimonatigen Abständen bei reinen Wohnungskatzen kann durch eine Kotprobe zweimal im Jahr und zweimalige Entwurmung ersetzt werden - vorausgesetzt, dass es sich um Vorsorge und nicht um die Bekämpfung festgestellter Parasiten handelt!

Kann Mieze aus dem Haus, ist die Gefahr einer Neuinfektion selbstverständlich häufiger gegeben und Sie müssen:

  • öfter entwurmen
  • bei Flohbefall unbedingt zur Sicherung eine Bandwurmkur vornehmen, auch wenn sich (noch) keine Anzeichen dafür gefunden haben

Mangelnde Hygiene und hohe Populationsdichte auf engem Raum fördern (abgesehen vom freien Auslauf) die Verbreitung und Entwicklung von Parasitosen.

Mit den besten Lebens- und Haltungsbedingungen und regelmäßiger Vorsorge schaffen Sie ein sicheres Netz. Gute Beobachtung und damit Früherkennung tun ein übriges, um die Bekämpfung sicher zu gewährleisten, denn gegen (fast) alle ist ein Kraut gewachsen.

Einzeller (Protozoen)

Der Befall mit Einzellern kann leider nicht immer verhindert werden, da die für uns relevanten Arten auch außerhalb eines Wirtes (z.T. bis zu einem Jahr) überleben und so die Infektion weitergeben können. Die besten Vorsorgemaßnahmen sind peinliche Hygiene und Vermeidung bzw. Vorbehandlung von Futterfleisch von gefährdeten Tieren (vorwiegend Schwein, Schaf, Fisch): Erhitzen auf mindestens + 70° Grad oder tiefgefrieren bei - 20° Grad (über mindestens vier Tage) tötet die Parasiten sicher ab und macht das Fleisch (auch für den Menschen) wieder unbedenklich genießbar.

Kokzidien: Eine leichte Darminfektion ohne besondere Symptome, die bei einer Katze mit guter Kondition nach etwa einer Woche allmählich wieder abklingt. Jungtiere oder geschwächte Katzen jedoch geben einen guten Nährboden für massiven Befall. Zu dem meist dünnbreiigen, auch wässrigen (selten blutigen) Durchfall gesellen sich Fieber und Appetitlosigkeit, die rasch zu Abgeschlagenheit, Abmagerung und Austrocknung führen können und den Patienten enorm belasten.

Infektionsquelle: Nagetiere, rohes Schweine- oder Schaffleisch, rohe (auch Rinder-) Leber; oder auf direktem Weg über Exkremente anderer infizierter Tiere (Garten), oder aus schmutzigen Katzentoiletten.
Nachweis: Kotuntersuchung
Behandlung: Der Tierarzt verschreibt ein geeignetes Präparat

Giardien: Nicht oder nur schwer beeinflussbare Durchfälle können auf eine Infektion mit Geißeltierchen hinweisen, die zwar wesentlich häufiger beim Hund vorkommen, aber auch bei Katzen gar nicht so selten sind. Sie befallen vorwiegend Jungtiere, bei denen hin und wieder zusätzlich auch Erbrechen beobachtet werden kann.
Allerdings wird Giardiose eher als Faktorenkrankheit bezeichnet, was bedeutet, dass eine Schwächung des Kätzchens vorangegangen sein muss, meist durch schlechte Haltungsbedingungen oder fehlerhafte Fütterung. Bei erwachsenen Katzen verläuft die Krankheit sehr oft symptomlos (wie Toxoplasmose) oder gesellt sich erst später zu einer anderen Krankheit als Komplikation dazu.

Giardien sind auf den Menschen übertragbar, eine krankmachende Wirkung jedoch nicht zweifelsfrei erwiesen. Bei vermehrtem Auftreten wurde Durchfall beobachtet, der oft allerdings nur Symptom einer Ernährungs- bzw. Stoffwechselstörung war und vorwiegen Kinder betraf.

Infektionsquelle: direkt von Tier zu Tier wie Kokzidien.
Nachweis: Kotuntersuchung
Behandlung: durch den Tierarzt

Toxoplasmose: Bis auf eine evtl. Erhöhung der Körpertemperatur, Schläfrigkeit und leichten Durchfall tritt eine Toxoplasmose-Infektion bei der Katze kaum klinisch in Erscheinung. Eine wiederholte Reinfektion bzw. chronischer Verlauf kann allerdings zu Appetitlosigkeit, Fieberschüben, Leber und Herzmuskelschäden, Störungen des Zentralnervensystems, Abort und Sterilität führen, während die Darmentzündung mit nachfolgender Herzmuskel- und/oder Gehirnhautentzündung, schwachen Neugeborenen durchaus das Leben kosten kann! Auch hier sind Therapie resistente Durchfälle ein Hinweis.

Toxoplasmose ist auf den Menschen übertragbar und kann (vorwiegend) bei einer Erstinfektion von Schwangeren fatale Folgen für das ungeborene Kind haben. Die meisten Menschen sind zwar aufgrund ihrer Essgewohnheiten längst infiziert und immun, dennoch wird jede werdende Mutter am Beginn ihrer Schwangerschaft automatisch einem entsprechenden Test unterzogen (Sie können auch die Mieze testen lassen). Serologisch negative Frauen sollten daher die geliebte Katze bis zur Geburt ihres Kindes nicht mehr “küssen”, nach Streichel(=Speichel)Kontakt die Hände waschen und die Futterzubereitung sowie das Säubern der Katzentoilette (70 - 80° Grad heißes Wasser genügt) dem treu sorgenden Ehemann (mit Schadenfreude) überlassen.

Infektionsquelle: Direkt über den Kot infizierter Katzen; indirekt über Beutetiere, rohes Schweine- oder Schaffleisch; pränatal im Mutterleib.
Nachweis:
Kot- und Serumprobe - liegt die Infektion schon einen oder gar mehrere Monate zurück, verläuft die Kotuntersuchung meist ergebnislos, weshalb zusätzlich eine serologische Überprüfung (PCR, ELISA, SFT etc.) angezeigt ist.

Würmer (Helminthen)

Würmer oder deren Entwicklungsstadien gehören zu den am meisten vorkommenden Plagegeistern unserer Katzen, die nicht nur aus hygienischem Interesse, sondern auch aus human-pathogenen Gründen besondere Aufmerksamkeit verlangen.
Auch hier macht die fehlende Immunabwehr Jungtiere besonders anfällig. Für eine sinnvolle Prophylaxe und Therapie ist eine exakte Diagnose wichtig. Entdecken Sie Würmer im Kot oder “Reiskörner” an den Höschen, schaufeln sie es in einen leeren Joghurtbecher und tragen Sie “das Ganze” samt Katze zum Tierarzt!

BandwurmgliederBandwürmer (Zestoden): Alle Bandwurmarten der Fleischfresser benötigen für ihren Entwicklungszyklus mindestens einen Zwischenwirt - der Kontakt zu diesem bestimmt die Infektionsmöglichkeit und -häufigkeit. Alle Arten verursachen Durchfall und Abmagerung, gelegentlich struppiges Fell. Die reiskorn- oder gurkenkernähnlichen Bandwurmglieder wandern aktiv rektal aus und bleiben dann in der Aftergegend am Fell kleben. Meist ist das der Moment, wo wir die Bescherung erst bemerken...

Von den meisten Bandwurmspezies (die wichtigsten werden genannt) kommen in Westeuropa nur zwei wirklich häufig vor:

Der Gurkenkernbandwurm, der durch Zerbeißen und Verschlucken eines infizierten Flohs in die Katze gelangt. Die über den Kot ausgeschiedenen Eier werden auch von Flohlarven aufgenommen, diese wiederum von der Katze, womit sich der Kreis schließt - so kann es schon drei Wochen nach erfolgreicher Bekämpfung eines Bandwurmbefalls zu einer erneuten Infektion kommen. Gleichzeitige Flohbekämpfung ist daher unerlässlich!
Als Zwischenherd für den Katzenbandwurm dienen vorwiegend Mäuse.

Zu den seltenen Arten zählen der Fischfinnenbandwurm, der über den Verzehr von rohem und unzureichend geräuchertem Fisch in den Endwirt = Mensch, Katze, Hund gelangt, und der Taenia pisiformis, der sich in den Innereien von Hasen, Kaninchen und anderen Nagern entwickelt - eine Infektion durch beide Arten, kann dementsprechend leicht vermieden werden.

Während ein Befall mit dem fünfgliedrigen Fuchsbandwurm der ebenfalls durch kleine Nager übertragen wird, bei unserer Mieze gut zu bekämpfen ist, verläuft die Infektion beim Menschen wesentlich unerfreulicher: Das Larvenstadium dieses Parasiten ruft einerseits ein meist inoperables (und daher lebensbedrohendes) krebsartiges Wachstum in den verschiedenen Organen (Lunge, Leber) hervor oder bildet eine bis zu kindskopfgroße Zyste, die operativ herausgeschält werden muss. Infektionsquelle für uns Menschen ist allerdings weniger die Katze, sondern in erster Linie Waldfrüchte (Beeren und Pilze) oder ungewaschener Salat, da die Bandwurmeier durch Regen, Wind, verschiedene Insekten und Schnecken verbreitet werden - wogegen der Mensch sich durch entsprechende Hygiene jedoch schützen kann.

Chemotherapeutisch schwerer zu beeinflussen ist der Mesocestoides spec., der in Hornmilben heranreift und über damit infizierte Vögel in unsere Mieze kommt.
Unsere schöne Natur ist also gar nicht “so ohne” und somit erscheint es durchaus verständlich, warum Tierärzte bei Katzen, die selbige genießen können, zu öfterer Entwurmung raten.

Rundwürmer (Nematoden): Die Ansteckung mit diesen runden, oft nur wenige Zentimeter langen Würmern kann über mehrere Wege erfolgen. Gefährdet sind in erster Linie wieder Jungtiere. Rundwürmer lassen sich gut im Kot nachweisen und sind unter Berücksichtigung ihrer Entwicklung leicht zu eliminieren.

SpulwürmerDer Katzenspulwurm ist zweifellos der am häufigsten vorkommende Darmparasit. Er wird bis zu 12 cm lang, ist weiß, etwa so dick wie ein Wollfaden und lebt im Dünndarm. Spulwürmer werden oft in größerer Anzahl spontan mit dem Kot ausgeschieden oder bei starkem Befall auch erbrochen. Krankheitserscheinungen sind eher selten zu beobachten; Jungtiere allerdings neigen zum Kümmern, zu rachitischen Beschwerden und Darmkatarrh, zeigen oft einen aufgeblähten Bauch und struppiges Fell. Ältere Katzen entwickeln gelegentlich eine Art Altersresistenz. Nach oraler Aufnahme infektiöser Eier erreichen die meisten Larven nach einigen Umwegen im letzten Entwicklungsstadium den Dünndarm. Manche wandern jedoch in den arteriellen Kreislauf, verteilen sich im Gesamtorganismus und kapseln sich in der Muskulatur ab - Trächtigkeit aktiviert sie wieder!!! Eine Infektion über die Plazenta (selten) ist möglich, über die Muttermilch als sicher erwiesen: Während der gesamten Säugeperiode werden Larven mit der Milch ausgeschieden. Die Prophylaxe ist daher enorm wichtig:
Bei festgestelltem Spulwurmbefall sollten alle Katzen im Haushalt entwurmt und die Toiletten für einige Zeit mit heißem Wasser und einem Desinfektionsmittel gereinigt werden, um die Eier abzutöten und einer Reinfektion vorzubeugen. Unter Missachtung normaler Hygiene können Spulwürmer auch in den Menschen gelangen.

HakenwurmDie ansteckungsfähigen Larven der Hakenwürmer gelangen durch die Haut nach langer Wanderung über Haarfolikel, Blut, Lunge, Lungensekrete (Husten), Speiseröhre in den Dünndarm und krallen sich in der Darmwand fest - das dauert etwa drei Wochen und dann ist die Erkrankung unübersehbar: Blutiger Durchfall, Abmagerung, Anämie, Bakterielle Sekundärinfektion des Darms. Vor allem dem Jungtier entziehen diese Parasiten, die nur 1 cm lang, 1 mm dünn und von rosa-bräunlicher Farbe sind, eine ganze Menge Blut und können bei Massenbefall sehr wohl lebensbedrohend sein.

Zu den Gott sei Dank seltenen, aber unerfreulichen Wurmparasitosen, die streunenden Katzen durchaus zum Verhängnis werden können, zählen der Lungenwurm, der über schneckenfressende Nager unsere Mieze infizieren kann und sich vorwiegend in den Luftwegen (Bronchien, Alveolen) ansiedelt. Chronischer Husten, Nasen- und Augenausfluss, erhöhte Atemfrequenz und eine durch wechselnde Inappetenz verursachte Abmagerung sowie deutlich gestörtes Allgemeinbefinden sind zu beobachten. Was in ganz seltenen Fällen den Tod der Katze zur Folge haben kann.

Weiter der Lungenhaarwurm, der über kleinere Wildtiere übertragen wird und nach der Infektion letztendlich in der Lunge landet. Bei stärkerem Befall zeigen sich Bronchitis, röchelnder Husten, auch Nasenausfluss, Anämie und sich zunehmend verschlechternder Allgemeinzustand. Spätere Todesursache sind oft sekundär bedingte Pneumonien (=Lungenentzündung).

Als nicht minder gefährlich erweist sich der Magenwurm, denn trotz fehlender verbindlicher klinischer Angaben wird doch berichtet, daß eine Beteiligung am Tod seines Wirtes möglich ist. Chronische Gastritis wäre ein Hinweis. Die Infektion erfolgt über die Aufnahme erbrochenen, parasitenhaltigen Materials anderer Tiere.

Einer gegen alle

Da ausgesprochen seltene Parasiten einer chemotherapeutischen Behandlung z.T. schwerer zugänglich und gelegentlich nur post mortem (=nach dem Tod) zu diagnostizieren sind, kommt der Aufmerksamkeit des Besitzers und der Hygiene wieder einmal eine ganz besondere Bedeutung zu. Gegen die häufigsten (Rund- und Band-) Wurmarten sind eine Reihe wirkungsvoller Präperate - auch mit Breitbandwirkung - auf dem Markt.

Quellen:
Kraft/Durr “Katzenkrankheiten”, Schaper Verlag;
Mehlhorn/Piekarski “Grundriß der Parasitenkunde”, UTB Fischer, Tierärzte-Infos
Verkürzte Wiedergabe des Artikels von Sarah C. Kilian aus KATZEN EXTRA 3/2000,
mit freundlicher Genehmigung des SYMPOSION VERLAGES

 

Wer im Kampf gegen den Wurm ungern chemische Produkte einsetzen sondern es gern mit einem Naturmittel versuchen möchte, der kann auf “Contra Wurm” von CD-Vet zurückgreifen (zur Bezugsquelle auf das Foto klicken):

Bezugsquelle: hier auf die Grafik klicken

Contra Wurm ist kein Antihelminthikum sondern Kieselgur, es tötet daher die Würmer nicht ab (es ist ja kein Gift!), sondern soll dafür sorgen, dass sie an der Darmwand nicht mehr anhaften können und somit mit dem Kot ausgeschieden werden. Bei einem nachweislich starken Befall ist jedoch zu raten, ein Antihelminthikum vom Tierarzt einzusetzen (Tablette, Spot-on oder Paste) und dann erst die nächste anstehende Behandlung im zeitlichen Ablauf mit Contra Wurm durchzuführen.

In den letzten Jahren sind viele Tierhalter dazu übergegangen, ihren Katzen zur Vorbeugung eines Wurmbefalls Kokosraspeln oder Bio-Kokosöl zur Nahrung hinzuzufügen, da die regelmäßige Gabe (ca 1 Teelöffel pro Woche) erfahrungsgemäßg hilft, den Darm zu sanieren und den Darmparasiten die Haftung an der Darmwand unmöglich zu machen. Bio-Kokosöl hilft im Übrigen auch super gegen Ektoparasiten wie Flöhe, Zecken und Milben. Näheres dazu ist im Kapitel “Flohbefall” zu lesen. (Für eine mögliche Bezugsquelle auf das Foto klicken:)

Bio-Kokosöl

 

Video zum Thema:


 

 

Fuchsbandwurm - Infektionsgefahr für Mensch und Haustier

Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit, der nicht nur den Fuchs befällt. Neben Kleinnagern, die immer in die Infektionskette einbezogen sind, können auch Katzen, in selteneren Fällen Hund und Mensch betroffen sein.

Der geschlechtsreife, nur wenige Millimeter lange Bandwurm lebt im Dünndarm seines Endwirtes. Wie alle Bandwürmer braucht er einen Zwischenwirt, in dem sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne vollzieht.

Der Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms spielt sich hauptsächlich in einem Kreislauf unter Wildtieren ab. Der Fuchs als Endwirt beherbergt den geschlechtsreifen Wurm und scheidet mit seinem Kot Bandwurmeier aus. Mäuse und Bisamratten nehmen die Eier mit ihrer Pflanzennahrung auf und werden dadurch zu infizierten Zwischenwirten. In den inneren Organen dieser Zwischenwirte vollzieht sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne. Die Kleinnager wiederum werden vom Fuchs als Hauptbeutetiere gefressen. So gelangt die Bandwurmfinne in den Endwirt, in dessen Darm sie sich zum geschlechtsreifen Bandwurm entwickelt.

Auch Hunde und Katzen können infizierte Mäuse fressen. Sie werden dann genau wie der Fuchs zu Endwirten, in deren Dünndarm der Fuchsbandwurm parasitiert. Krankheitserscheinungen, wie Darmentzündung, Durchfall, Abmagerung oder stumpfes Fell treten jedoch nur bei starkem Wurmbefall auf. Die Fuchsbandwurminfektion bei Hund und Katze gewinnt dadurch an Bedeutung, dass die Tiere zu Ausscheidern von Bandwurmeiern werden und ihr Kot - ebenso wie der des Fuchses - Ansteckungsquelle für den Menschen sein kann.

Der Mensch muss Bandwurmeier über den Mund aufnehmen, um sich zu infizieren. Im Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms ist er ein Fehlzwischenwirt, weil er die Infektion nicht an einen Endwirt weitergeben kann. In seinen Organen findet aber - wie bei echten Zwischenwirten - eine Finnenentwicklung statt. Vornehmlich Leber und Lunge werden befallen. Dabei entsteht ein Netzwerk von Schläuchen, das diese Organe weitgehend zerstört. Für den Zwischenwirt Mensch ist die Fuchsbandwurm-Infektion daher sehr gefährlich. Eine Heilung ist kaum möglich.

Die Vermeidung von Infektionsrisiken ist besonders wichtig. Bodennah wachsende Früchte wie Beeren und Pilze können mit Bandwurmeiern behaftet sein und sind dadurch eine gefährliche Ansteckungsquelle für den Menschen. Sie sollten niemals ungewaschen gegessen werden.

Im Umgang mit vierbeinigen Mäusefängern ist Hygiene der beste Infektionsschutz für den Menschen. Hände, die das Fell in der Afterregion berührt haben, dürfen nicht ungewaschen zum Mund geführt werden. Auch sollten Hunde und Katzen, die in der Nähe von Fuchspopulationen gehalten werden, regelmäßig entwurmt werden. Der Tierarzt verabreicht ein gegen den Fuchsbandwurm besonders wirksames, rezeptpflichtiges Medikament. Die Darmparasiten sterben dadurch ab und die Produktion von Wurmeiern wird unterbrochen

Quelle und ©: Bundesverband Pratischer Tierärzte e.V. - Pressedienst

Karo 

 



(Letzte Änderung dieser Seite: 23 Juli, 2015)


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