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Ohrenerkrankungen

 Von Dr. Astrid Heinl, Aschenheim, © “Our Cats”

Fast alle Tiere haben im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal Probleme mit den Ohren, ob es sich nun um parasitäre Erkrankungen wie Milbenbefall oder um eine Entzündung handelt. Im Gegensatz zu Hunden, deren Ohrformen vielfach von Züchtern verändert wurde, ist bei Katzen die Ohrform - mit Ausnahme der Scottish Fold - nahezu unverändert geblieben; daher entwickeln sich bei ihr keine Erkrankungen aufgrund von unzureichender Luftzufuhr.

Erkrankungen des Ohres kommen bei Katzen häufig vor und können die Lebensqualität zum Teil drastisch beeinträchtigen. Es ist zu beachten, dass keineswegs nur in der äußerlich sichtbare Teil des Ohres von Krankheiten betroffen ist, sondern auch Mittel- und Innenohr.

Bei den Erkrankungen des äußeren Gehörganges ist an erster Stelle der Befall mit Ohrmilben zu nennen. Zuerst werden leichte Rötung, Schwellung und Juckreiz beobachtet, im weiteren Verlauf sammeln sich dunkelbraune, wachsartige Krusten an, die wie ein dicker Pfropf den Gehörgang verlegen können, und es kann zu Komplikationen durch Sekundärinfektionen kommen.
Die Milben können mit einem speziellen Instrument, das vom Tierarzt in dem Gehörgang eingeführt wird (dem so genannten Otoskop), nachgewiesen werden, manchmal jedoch auch bereits mit bloßem Auge. Darüber hinaus ist die braune Farbe des Ohrsekrets typisch für die "Otitis externa parasitaria".
Besonders häufig sind ganz junge Kätzchen davon betroffen.

Da diese Erkrankung sehr ansteckend ist, sollte sofort eine Behandlung eingeleitet werden. Die Therapie mit antiparasitären Präparaten, die nach vorheriger Reinigung in den Gehörgang eingebracht werden, sollte mindestens 21 bis 28 Tage lang (manchmal auch mehrere Monate) regelmäßig durchgeführt werden, denn die Gefahr einer Reinfektion ist nicht zu unterschätzen. Es kann auch passieren, dass die Milben in das Fell auswandern und von dort aus wieder in das Ohr gelangen können. Deshalb sollte gleichzeitig eine Ganzkörperbehandlung mit einem Kontaktinsektizid erfolgen.

Aufgrund des starken Juckreizes kratzen sich die betroffenen Tiere ständig, was tiefe Kratzspuren und einem Bluterguss, ein so genanntes Othämatom, zur Folge habend kann. Ein Hämatom entsteht ganz plötzlich durch die Ruptur kleiner Blutgefäße, was in einer Blutung zwischen Haut und Knorpel resultiert. Ein Hämatom wird weniger als schmerzhaft, sondern durch die schwere Ohrmuschel vielmehr als unangenehm empfunden. Auch wenn sich ein Bluterguss nach mehreren Tagen oder Wochen zurückbilden kann, sollte dennoch beachtet werden, dass sich dadurch auch ein "blumenkohlartiges" Ohr entwickeln kann, und das Ohr dauerhaft deformiert bleibt. Bei Othämatomen empfiehlt sich deshalb stets ein operativer Eingriff.

Lucas: sein linkes Ohr verkrüppelte durch einen unbehandelten Milbenbefall

Es existiert auch eine nichtparasitäre Entzündung des äußeren Ohres, die durch Bakterien oder Pilze verursacht sein kann, und die entsprechend mit entzündungshemmenden Kombinationspräparaten behandelt wird.
Von Bedeutung sind ferner Wunden am äußeren Ohr, die meist bei Kämpfen mit anderen Katzen entstehen, sich fast immer entzünden und ebenfalls mit Hämatomen einhergehen können. Ist der Knorpel in den Entzündungsprozess involviert, schreitet die Heilung oft nur langsam voran; daher ist eine frühzeitige therapeutische Intervention mit Antibiotika erforderlich.

Eine aufsteigende Infektionen, die vom äußeren Gehörgang oder von Nase und Rachen ausgeht, kann zu einer Mittelohrentzündung (Otitis media) führen, die meist mit starken Schmerzen und Kopfschiefhaltung vergesellschaftet ist. Die Diagnose ist nicht einfach zu stellen, da das äußere Ohr vollkommen gesund erscheinen kann. Da auch das Trommelfell oft unauffällig ist, lässt lediglich dessen Verwölbung auf eine Eiteransammlung im Mittelohr schließen.

Bei einer Mittelohrinfektion können auch Gleichgewichtsstörungen auftreten, obwohl das Gleichgewichtsorgan im Innenohr lokalisiert ist, was die Diagnose und Differenzierung um so schwieriger macht. Zudem stolpern die Tiere häufig oder drehen sich im Kreis - weitere typische Symptome einer Innenohrentzündung, die auch bei der Mittelohrentzündung festgestellt werden.

Die Therapie gestaltet sich infolgedessen ebenfalls als schwierig. Lokale Spülungen mit wasserlöslichen Antibiotika können die Krankheitszeichen kurzfristig deutlich verstärkten; die Antibiotikagabe erweist sich nicht immer als effektiv. Heilt die Entzündung ab, zeigt auch ein defektes Trommelfell gute Heilungstendenzen (aber auch mit einem defekten Trommelfell scheinen Katzen relativ gut hören zu können, wenn sie wollen...).

Bei einem Tier mit chronischem Nasenausfluss sollte unbedingt nach einer Mittelohrentzündung gefahndet werden.

Das Innenohr hat die Funktion des Hör- und Gleichgewichtsorganes, entsprechend kommt es bei Erkrankungen des Innenohres (Otitis interna) zu Ausfallserscheinungen wie Gleichgewichtsstörungen, Kopfschiefhaltung und Schielen. Differentialdiagnostisch sind davon andere Erkrankungen des Zentralnervensystems, wie Hirnhautentzündung, abzugrenzen. Als Ursache für eine Otitis interna sind die Ausbreitung einer Mittelohrentzündung, Schädeltraumen, Allgemeininfektionen oder bestimmte Gifte verantwortlich zu machen.

Die Prognose ist vorsichtig bis ungünstig zu stellen, denn selbst nach einer Abheilung können die Kopfschiefhaltung oder andere bleibende bzw. rezidivierende Erkrankungen wie Epileptische Anfälle bestehen bleiben.

Krankheiten des Ohres, auch wenn sie eher harmlos anmuten, verdienen also - betrachtet man die möglichen Folgen - durchaus mehr Beachtung. Die Reinigung der Ohren sollte nur vom Tierarzt mit den geeigneten Instrumentarien durchgeführt werden, da das Verletzungsrisiko sehr hoch ist. Und gerade bei Kratzern ist außerdem nicht selten eine medikamentöse Ruhigstellung erforderlich.
 

Karo

 


 



(Letzte Änderung dieser Seite: 23 Juli, 2015)


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