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FeLV (Feline Leukämie Virus, im Volksmund meist Leukose genannt, obwohl dies eigentlich sachlich nicht richtig ist) ist eine heimtückische Virusinfektion mit schleichendem Verlauf. Sie kann lange unerkannt bleiben! Oft erst nach Jahren äußert sie sich durch chronische Erkrankung und Tumorbildung.

Der Erreger wird hauptsächlich durch direkten Kontakt von Katze zu Katze übertragen. Demzufolge sind insbesondere Zuchten und Tierheime gefährdet, wo die Tiere auf relativ engem Raum gehalten werden. Eine besondere Rolle bei der Virusverbreitung spielen dabei Katzen, die das Virus beherbergen und ausscheiden, ohne selbst Anzeichen einer Erkrankung zu zeigen (man spricht hier von “FeLV-positiven oder “Leukose-positiven” Katzen”). Allgemein sagt man, dass das Virus in der Außenwelt ziemlich unbeständig ist und somit eine Übertragung über den Menschen nur direkt nach einer frischen Speichelübertragung möglich ist.

Das Virus verursacht in erster Linie Tumoren in verschiedenen Organen sowie in einer anderen Verlaufsform Veränderungen des Blutbilde. Die Krankheitserscheinungen treten oft erst Monate und Jahre nach der Ansteckung auf. Sie äußern sich zum Teil nur in allgemeiner Schwäche, in leichten Fiberschüben, Zahnfleischeintzündungen, chronischen Durchfällen, geschwollene Lympfknoten, vermehrtem Durst, Abmagerung oder Umfangvermehrung und als Anämie (Blutarmut). Da das Virus die Abwehrkräfte des Organismus schwächt, treten häufig auch andere Infektionskrankheiten, wie z.B. Katzenschnupfen oder Katzenseuche in den Fordergrund.

 Sind die Tiere nicht nur Träger des Virus´, sondern ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, sterben sie in der Regel innerhalb von wenigen Jahren.

Seit nicht allzu langer Zeit gibt es die Möglichkeit zur vorbeugenden Schutzimpfung. Diese ist aber nur bei den Katzen sinnvoll, welche noch nicht mit dem Virus infiziert sind. Bereits infizierte Katzen vermag auch die Impfung nicht mehr zu schützen.

Nicht viele Leute wissen aber, dass mehr Katzen mit dem Leukämie-Virus in Verbindung kommen als bemerkt wird. Hat die Katze ein gutes Immunsystem kann sie durchaus in der Lage sein, das Virus zu eliminieren!

Den informativsten und verständlichsten Bericht über FeLV fanden wir beim “Internet-Vet”, der uns die freundliche Genehmigung erteilte, ihn hier für Euch online zu stellen (im Bereich der Erläuterung der möglichen Testformen und Testergebnisse wurden die Informationen durch die Webmasterin nach neuem Stand der medizinischen Kenntnisse ergänzt/aktualisiert):
 

FeLV - KATZENLEUKÄMIE (Leukose)

©
Internet-Vet (modifiziert durch die Webmasterin)

ERREGER | VERBREITUNG UND ANSTECKUNG | KRANKHEITSVERLAUF |
 
DIAGNOSE UND TESTBEURTEILUNG | THERAPIE | BEKÄMPFUNG | IMPFUNG

DER ERREGER

virus

Virusbeschreibung/Subtypen

Die Leukämie der Katze ist eine weitverbreitete und gefürchtete Infektionskrankheit der Katze, die durch das Feline Leukämievirus (im folgenden kurz FeLV genannt), ein Retrovirus, hervorgerufen wird. Man unterscheidet drei FeLV-Typen: FeLV A, FeLV B und FeLV C. Die Typen B und C treten grundsätzlich immer zusammen mit Typ A auf und sind alleine nicht infektiös! Typ B und C können nur mit Hilfe des Typs A krankmachend wirken: in Anwesenheit von FeLV A verursacht der FeLV-Typ B die Tumorform der Erkrankung, der FeLV-Typ C die Blutarmut (Anämie).

* Widerstandsfähigkeit (Persistenz): Das FeLV ist als Retrovirus in der Umwelt nicht sehr beständig und wird durch alle Arten von Wasch- und Desinfektionsmitteln zerstört.

VERBREITUNG UND ANSTECKUNG

Das FeLV ist weltweit verbreitet. Dauerausscheider unter den Katzen (das sind Tiere, die das Virus in sich tragen, aber nicht erkranken) sind eine ständige Quelle für Neuansteckungen. Die Verbreitung des FeLV hängt von der Populationsdichte der Tiere ab: während am Land nur ca. 6% der Katzen Kontakt mit dem Virus haben, steigt die Infektionshäufigkeit in der Stadt auf 75%, das heißt drei von vier Katzen haben mindestens einmal im Leben Kontakt mit dem FeLV!

FeLV wird von der infizierten Katze (Dauerausscheider!) über alle Körperflüssigkeiten (Sekrete und Exkrete) ausgeschieden. Das Virus wird daher hauptsächlich über den Speichel, das Nasensekret, den Kot und die Muttermilch weiterverbreitet. Katzenbabies stecken sich bereits im Mutterleib an und kommen daher schon infiziert auf die Welt. Zusätzlich besteht Infektionsgefahr durch die Muttermilch. Auch dem Mensch kommt als Überträger der Infektion Bedeutung zu, der Aufenthalt in einer FeLV-verseuchten Wohnung und der Kontakt zu FeLV-positiven Tieren kann fatale Folgen haben!

Das FeLV wird also horizontal (von Tier zu Tier) als auch vertikal (von der Mutter auf die Jungen) und transplazentar (im Mutterleib) übertragen!

Welche Tiere sind durch das FeLV besonders gefährdet?

  • Jungtiere unter drei Jahren sind besonders anfällig (Immunsystem noch zu schwach ist),
  • Chronisch kranke, geschwächte und alte Tiere aus demselben Grund,
  • Gesunde Tiere, die ständig Viruskontakt haben und nicht geimpft sind, erkranken meistens ebenfalls an einer durch das FeLV verursachten Immunsuppresion
    (als Dauerausscheider meist innerhalb von 3 Jahren)!

FeLV-INFEKTIONEN ZÄHLEN HEUTE ZU DEN HAUPTTODESURSACHEN DER FELINEN POPULATION (auch bei Großkatzen)!

KRANKHEITSVERLAUF

Oft erscheinen FeLV-infizierte Tiere äußerlich völlig gesund, die tödliche Krankheit ist auch durch den Fachmann nicht sofort erkennbar. Nach erfolgter Ansteckung kommt es zu verschiedene Verlaufsformen (Phase 1-4):

Die Katze macht eine vorübergehende Infektion durch, das Virus vermehrt sich im Lymphgewebe der Maulhöhle (orale Virusaufnahme!) und später im Knochenmark, wo große Mengen von FeLV produziert werden. Das Virus gelangt in der Folge in das Blut (Virämie) und wird mit allen Sekreten und Exkreten ausgeschieden. Gesunde Katzen können das FeLV infolge ausreichender Immunantwort in kurzer Zeit wieder abstoßen (bis zu 75% aller erstmals infizierten Katzen) Diese kurzfristige Infektion wird vom Besitzer meistens nicht bemerkt. Wenn das FeLV nicht abgestossen wird, kommt es zu transitorischer Virämie (Phase 2):

Die Anwesenheit des Virus im Blut bleibt bestehen (transitorische Virämie), die transient infizierte Tiere beherbergen das Virus bis zu 15 Wochen und länger im Blut und scheiden daher auch weiter Virus aus. Auch hier kann die Infektion jederzeit durch ein funktionierendes Immunsystem abgestossen werden. Die meisten transient infizierten Tiere können die Infektion jedoch nicht beenden und es entwickeln sich die typischen Krankheitsbilder der Katzenleukämie (ca 10% aller erstinfizierten Katzen)! Sofern die Katze nicht an der Leukoseinfektion in der virämischen Phase stirbt kommt es zur latenten Infektion (Phase 3):

Die Katze bleibt latent infiziert, das Virus bleibt im Knochenmark und vermehrt sich nicht weiter. die Krankheit kann aber jederzeit aufgrund von Immunsuppression durch Stress (Trächtigkeit, Kortisontherapie, andere Erkrankungen) ausbrechen. Diese latent infizierten Tiere sind besonders schwer zu diagnostizieren, da der Bluttest negativ ist (das Virus ist nicht im Blut)! Bei Immunsuppresion geht diese Verlaufsform über in die nächste Stufe (Phase 4):

Die Katze wird wieder virämisch (das FeLV ist wieder im Blut), ist Dauerausscheider und stirbt innerhalb der nächsten drei (manchmal fünf) Jahre.

Klinische Symptome:

Die Katzenleukämie ist oft Ursache einer anderen, vermeintlich allein bestehenden Erkrankung. Die Krankheitsbilder sind sehr mannigfaltig, oft wird die verursachende Grundinfektion nicht erkannt. Die der Krankheit den Namen gebende Leukose (Leukämie) ist relativ sehr selten, der Name der Infektion ist daher unglücklich gewählt. Am häufigsten werden folgende Krankheitsbilder angetroffen:

  • Blutarmut (am häufigsten),
  • unheilbarer therapieresistenter Katzenschnupfen und Lungenentzündungen,
  • Erkrankungen des Darmes (unheilbare ständige Durchfälle),
  • chronische Zahnfleischentzündung,
  • ständige Appetitlosigkeit und Abmagerung,
  • Aborte bei tragenden Tieren, Totgeburten,
  • Erkrankungen des Auges,
  • Lymphknotenschwellungen-Lymphosarkome (tumoröse Form-ältere Tiere),
  • Tumorbildungen in allen inneren Organen (tumoröse Form-ältere Tiere),

Das FeLV gilt als Wegbereiter für das FIP-Virus (FIP-Bauchwassersucht der Katze) und tritt oft gemeinsam mit der FIP-Infektion auf.

DIAGNOSE UND TESTBEURTEILUNG

Die Diagnose der Infektion mit FeLV wird bei Verdacht routinemäßig mittels serologischem ELISA-Bluttest durchgeführt. Serologische Tests der Speichel- und Tränenflüssigkeit sind nur in Ausnahmefällen geeignet (Erstinfektion vor einer Virämie) und sollten routinemäßig stets zweite Wahl bleiben. Folgende Möglichkeiten der Testbeurteilung unter Berücksichtigung der vier Verlaufsphasen der Krankheit kommen in Frage:

POSITIVER TEST:

  • Jungtier    

Die Katze könnte in Phase 1 oder 2 (Virämie) sein und vielleicht den Virus wieder abstoßen: sofortige Euthanasie nicht erforderlich, Katze isolieren und nach 6-12 Wochen nachtesten. Bei nochmals positivem Test ist eine Trennung von anderen nicht infizierten Tieren angeraten, um eine Ansteckung zu verhindert.

  • Erwachsene Katze    

Die Katze könnte theoretisch ebenfalls in Phase 1 oder 2 (Virämie) sein (kürzlich erfolgte Infektion bei Freigängern, Aufenthalt im Katzenheim), im Zweifel nach 6-12 Wochen nachtesten. Bei Katzen, die in letzter Zeit keinen Kontakt hatten, gilt die Diagnose Katzenleukämie mit einer positiven Untersuchung als relativ gesichert. Dennoch ist ein zweiter Test zur Bestätigung (am besten ein PCR-Test) angeraten, da es immer wieder mal zu “falsch positiven” Testergebnissen kommen kann (vor allem dann, wenn es sich um sogenannte “Schnelltests” mit Vollblut statt Serum handelt).

NEGATIVER TEST:

Die Katze ist wahrscheinlich kein Virusträger. Mögliche Ausnahmen:

1. Die Katze befindet sich in Phase 3 (latenter Virusträger). Ein relativ gesichertes Ergebnis gibt hier der sogenannte PCR-Test, welcher nicht das Virus im Blut sondern das Pro-Virus in der DNA nachweist. Die Katze selbst stellt in der Regel in dieser Phase keine Infektionsgefahr für andere Katzen dar (allerdings hat es immer wieder Mutterkatzen gegeben, die die Infektion an ihre Welpen übertragen haben, obwohl sie nicht virämisch waren!!), solange die Krankheit nicht in Phase 4 (Dauerauscheider) übergeht. Auch wiederholte Bluttests bleiben in dieser Phase negativ. Die geschätzte Dunkelziffer der infizierten, aber im Test (falsch) negativen Katzen ist 5%.

2. Der Test erfolgt in der sogenannten “Blindphase”, welche den Zeitraum der ersten Wochen nach der Infektion bezeichnet. Während dieser Zeit ist ein Nachweis im Blut noch nicht möglich, ebensowenig in der DNA. Allerdings kann der PCR-Test, der das Pro-Virus in der DNA nachweist, sehr viel früher Aufschluss über eine Infektion geben als der gewöhnliche ELISA-Test, der das Virus im Blut (sprich die Virämie) nachweist. Der PCR-Test wird für gewöhnlich nicht in den Tierarztpraxen durchgeführt, sondern das Blut (in dem Fall EDTA-Blut) muss vom Tierarzt in ein Veterinärlabor eingesendet werden.

Bitte lest hierzu die mutmachende Geschichte unseres Katers Rossini, der es geschafft hat, das Virus zu eliminieren!

THERAPIE

Die klassische Schulmedizin bietet sowohl bei klinisch noch unauffälligen Virusträgern (keine Krankheitssymptome) als auch bei bereits erkrankten Tieren wenig Möglichkeiten der Therapie. Prinzipiell wäre zu bemerken, daß tumoröse Verlaufsformen bei älteren Katzen aufgrund des langsameren Verlaufes bessere Aussichten bieten und auch chirurgisch angegangen werden können. Eine entsprechende Therapie der FeLV-Infektion muß auf eine Stärkung der körpereigenen Immunabwehr zielen um ursächlich zu wirken. Diese Behandlungsmöglichkeiten finden sich noch am ehesten bei sogenannten Alternativen- oder besser

KOMPLEMENTÄRMEDIZINISCHEN METHODEN.

An erster Stelle sowohl für akut Erkrankte als auch noch besser für noch nicht klinisch
erkrankte Katzen, die aber bereits im Test positiv sind, bietet sich die

  • BIOSIGNALMODULATION an, die primär darauf ausgerichtet ist, die körpereigenen Abwehrkräfte (Immunsystem!) zu stärken und dadurch eine Infektion zu überwinden. Die positive Wirkung der BSM-Therapie auf die Bildung der roten und weißen Blutkörperchen (Aktivierung des Knochenmarks) ist wissenschaftlich erwiesen. (*1)
  • Weitere unterstützende Maßnahmen aus dem Gebiet der
  • HOMÖOPATHIE
  • PARAMUNITÄTSINDUCER
  • SYMPTOMATISCHE SCHULMEDIZINISCHE THERAPIE
    sollten die Therapie ergänzen. Oft kann die Erkrankung zum Stillstand gebracht, die Virämie überwunden und der Virus im Körper zumindest isoliert werden.

BEKÄMPFUNG

Zur Ausrottung der FeLV-Infektion sind folgende Maßnahmen unbedingt erforderlich:

  • Alle Katzen (Jungkatzen ab einem Alter von 7-8 Wochen) sollen mittels Bluttest auf FeLV-Infektion ausgetestet werden.
  • Negative Tiere sind von positiven Tieren getrennt zu halten und möglichst umgehend zu impfen!
  • Positive Tiere sind nach 12 Wochen nochmals auszutesten: sollten diese Tiere wieder positiv im Bluttest sein, gilt eine FeLV-Infektion als erwiesen. Diese Tiere sind auf Dauer einzeln zu halten (ohne Kontakt zu anderen Katzen) oder mit ebenfalls bereits infizierten Tieren.
  • Alle Katzen, die an Ausstellungen teilnehmen oder vorübergehend in Tierheime gegeben werden, müßen einen negativen Bluttest vorweisen können (mit anschließender regelmäßiger FeLV-Impfung), bei ungeimpften Tieren sollte der Bluttest nicht älter als 12 Wochen sein.
  • Zuchttiere müßen einen negativen Bluttest (und Impfung) haben.
  • FeLV-Impfungen ohne vorhergehendem negativem Bluttest sind abzulehnen!

IMPFUNG

Viele Fragen bezüglich der FeLV-Impfung werden an den Tierarzt herangetragen.
Im folgenden die Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um die FeLV-Impfung:

  • Alle zur Impfung anstehenden Katzen sind mittels Bluttests auszutesten. Die FeLV-Impfung ersetzt nicht den Bluttest!
  • FeLV-Impfungen ohne vorhergehenden Bluttest sind nicht vorzunehmen!
  • Negative Tiere können sofort geimpft werden (positive Tiere siehe oben).
  • Ungetestet geimpfte Katzen, die bereits Virusträger sind, erleiden durch die Impfung keine Verschlechterung der Krankheit, allerdings ist die Impfung wirkungslos und daher abzulehnen!
  • Ein wirksamer Impfschutz ist frühestens zwei Wochen nach der zweiten Impfung aufgebaut (Fristen bei anstehenden Aufenthalten in Tierheimen und Ausstellungen beachten)!
  • Die Impfung beeinflusst den FeLV-Test nicht: auch geimpfte FeLV-freie Katzen bleiben im Bluttest negativ.
    (Anmerkung der Webmasterin: Zumindest beim PCR-Test ist eine Beeinflussung des Testergebnisses durch eine getätigte Impfung nach neusten Erkenntnissen der Forschung nicht auszuschließen!)
  • Die Katze kann durch die FeLV-Impfung nicht an Katzenleukämie erkranken, da zur Impfung keine funktionsfähigen Viren verwendet werden.
  • Impfreaktionen gehören durch neue Impfstoffe der Vergangenheit an.
  • Die Wirksamkeit der FeLV-Impfung kann in Speziallabors überprüft werden (FeLV-Antikörpernachweis: nicht für Routineuntersuchungen).
  • Grundsätzlich können nur Katzen, deren Immunsystem fähig ist, Antikörper gegen das FeLV zu bilden, einen Impfschutz aufbauen. Diese selbstverständlich klingende Tatsache beinhaltet aber auch im Gegenschluss die Tatsache, dass ein gewisser Prozentsatz von Impflingen keinen Impfschutz entwickelt, weil das körpereigene Immunsystem dazu nicht imstande ist. Es entsteht keine belastungsfähige Immunität und bei einer Infektion kann es zu einer Erkrankung (Impfdurchbruch) kommen. Diese Feststellung gilt selbstverständlich für alle Impfungen, sollte jedoch Erwähnung finden!
  • Der Impfschutz variiert mit der Art der verwendeten Vaccine: es sind mehrere Konkurrenzprodukte am Markt, die durchaus unterschiedliche Ergebnisse erzielen (*2)

IMPFSCHEMA FÜR DIE FELV-IMPFUNG (*3)

  • GRUNDIMMUNISIERUNG   

FeLV-Impfung: ab der 9. Lebenswoche, zweimalig im Abstand von drei Wochen.

  • JÄHRLICHE WIEDERHOLUNGSIMPFUNG  

Die FeLV-impfung muss jährlich aufgefrischt werden.

    Dieser Artikel stammt vom Internet-Vet.
    Wenn Ihr weitere Fragen zum Thema habt, schickt eine Mail an
    vytltier@netvet.at
    Dort freut man sich über Eure Kontaktaufnahme!

(*1) Umfangreiche Infos zur Biosignalmodulation findet Ihr unter www.netvet.at/biores.html
(*2) Infos zum LEUCOGEN - einem gentechnisch hergestellter FeLV-Impfstoff - findet Ihr unter
www.netvet .at/leucogen.html
(*3) Den akuellen Impfplan für Katzen findet Ihr unter
www.netvet.at/impfkatz.html

Uns sei noch ein Nachtrag zum Thema Impfschutz gestattet:

1. Unter natürlichen Bedingungen kann man nicht davon ausgehen, dass die Impfungen einen ganz sicheren Schutz bieten, wenn eine massive Erregerexposition besteht, z.B. wenn eine infizierte Katze permanent mit nichtinfizierten Katzen gehalten wird. Man spricht hier vom sogenannten “Virusload”. 
2. Seit einiger Zeit werden solitär auftretende Fibrosarkome häufig mit FeLV-Impfungen in Verbindung gebracht, vor allem dann, wenn es sich um Kombinationspräparate handelt! Man sollte daher den Impfstoff gegen FeLV einzeln setzen lassen!

Linktipp für weitere Infos zu FeLV: http://www.tierklinik.de/medizin.php?content=00170

Ein sehr empfehlenswerter Buchtipp zu diesem Thema:


“Infektionskrankheiten bei Hund und Katze” von R. M. Gaskell & Melcolm Bennett


Sowohl in der Einzeltierhaltung als auch bei der Betreuung größerer Katzenbestände stellen Infektionskrankheiten heute ein schwerwiegendes Problem dar, das eine effiziente Kontrolle und Vorsorge notwendig macht. Dieses Buch behandelt auf ausführliche Weise die am stärksten verbreiteten Infektionskrankheiten der Katze, wie z.B. den Katzenschnupfen (Calici, Herpes, Chlamydien), Panleukopenie, Corona, FIP, FeLV, FIV, Enzephalopathie, Ataxie und dergleichen mehr....
Klinische Symptomatik, Diagnose, Behandlung und Prophylaxe werden für die wichtigsten durch Viren, Bakterien und Pilze hervorgerufenen Erkrankungen in übersichtlicher Weise präsentiert. Erläuternde Diagramme sorgen für einen schnellen Informationszugriff.
Der Originaltext wurde durch Kommentare von Frau Dr. med. vet. Katrin Hartmann, Medizinische Tierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, bereichert, die insbesondere auf die Unterschiede in Sachen Therapie und Rechtsvorschriften zwischen Großbritannien und Deutschland hinweisen
Auch wenn uns (im Gegensatz zu den seit langem ausreichend erforschten anderen Virusinfektionen) in Sachen FIP, FIV und FeLV immer wieder neue Erkenntnissen präsentiert werden, vermittelt dieses Buch doch eine gute Grundlage der Kenntnisse aus jahrelangen Studien. Alles in Allem ein sehr zu empfehlendes Buch, welches ich nicht mehr missen möchte.!

(Taschenbuchausgabe, 237 Seiten, 1999, Blackwell Wissenschaftsverlag, ISBN 3826331451, 19,95 EUR)


“Virusinfektionen bei Katzen” von Prof. Dr. Marian C. Horzinek

Ein weiteres Buch zum Thema Infektionskrankheiten stammt von einem der anerkanntesten Virologen: Prof. Dr. Marian Horzinek von der Universität Utrecht. Horzinek beschäftigt sich hier ausschließlich mit den Viruserkrankungen der Katze, als da wären: Panleukopenie (Katzenseuche), Katzenschnupfen (Herpes, Calici), FeLV (Leukämie), FIV (Katzenaids), Corona und FIP sowie Tollwut und Pseudowut.
Bevor er jedoch auf die einzelnen Infektionen eingeht, gibt er zunächst eine äußerst interessante Einführung in die Virologie. Er klärt den Leser über die Anatomie des Virions auf, erläutert, wie sich Viren entwickeln, vermehren und mutieren, warum keine völlige Ausscheidung des Virus nach Abklingen der Krankheit erfolgt, welche Impfstoffe es gibt, wie der Imfpschutz funktioniert, die Immunität aufgebaut wird und wie oft geimpft wird (wobei ich darauf hinweisen möchte, dass zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Buch von Seiten Horzineks noch keine Rede von einer Ausdehnung der Impfintervalle war, so wie er sie gegenwärtig öffentlich propagiert.)
Wenngleich davon auszugehen ist, dass ein in 1990 erschienenes Fachbuch sicherlich nicht mehr in allen Einzelheiten den aktuellen Stand der Forschung wiedergibt, so ist dieses Buch dennoch sehr empfehlenswert, um sich ein eingehendes Bild über die verschiedenen Katzenvirosen und deren Anzeichen sowie Auswirkungen zu verschaffen. Es ist auch für den Laien gut verständlich und sehr aufschlussreich!

(großformatige Taschenbuchausgabe,1990, 98 Seiten, Enke, ISBN 343298801x, 29,95 EUR)



“Krankheiten der Katze” von den Professoren Horzinek, Schmidt u. Lutz

Eines der beiden zweifellos umfassendsten und empfehlenswertesten veterinärmedizinischen Nachschlagewerke im Hinblick auf die Katzengesundheit ist die 4. überarbeitete Auflage von “Krankheiten der Katze”, deren Hauptautoren die renommierten Professoren Marian C. Horzinek, Hans Lutz und Vera Schmidt sind. Die dritte Auflage erschien 2003 und erfreute sich so großer Nachfrage, dass bereits zwei Jahre später eine 4. Auflage anstand, die somit auch gleich den neusten medizinischen Kenntnissen angepasst werden konnte.
Gemeinsam mit unzähligen anderen anerkannten Spezialisten haben sie die Erfahrungen vieler Kliniken im In- und Ausland zusammengetragen, welche auf allen Teilgebieten der Katzenmedizin das ganze Spektrum des Wissens abdecken und aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungstendenzen berücksichtigen. Es werden neue medizinische Wege beschritten, um den Anforderungen der täglichen Praxis gerecht zu werden.
Das breit gefächerte Spektrum (allein das Inhaltsverzeichnis beläuft sich auf 12 Seiten) umfasst Verhaltensstörungen, Ratschläge zur Vorbereitung und Handhabung der Allgemeinuntersuchung, die klinische Labordiagnostik, Röntgen- und Ultraschallbilder, Virusinfektionen und Infektionen bakterieller Art, Mykosen (Pilzbefall), Parasitosen (Parasitenbefall), Erkrankungen von Herz- und Kreislauf, der Atemwege, der Haut, von Mund und Zähnen, des Magen-Darm-Traktes, der Leber, des Pankreas (Bauchspeicheldrüse), der Nieren und Harnwege, der Geschlechtsorgane, des Nervensystems, der Augen, des Blutes, der endokrinen Organe und des Immunsystems. Weiterhin befasst man sich mit Erbkrankheiten, Skelettveränderungen, Traumen, Vergiftungen, Tumoren, Alterskrankheiten, Anästhesie, Chirurgie, Orthopädie, Arzneimitteltherapien/-wirkungen, Energie- und Nährstoffbedarf. Abschließend wird noch ein Blick auf das Management von Haltung und Zucht sowie auf einige Rechtsfragen in bezug auf die Katze geworfen.
Das gesamte Werk ist sehr übersichtlich gegliedert und gestaltet, reich bebildert und sehr angenehm zu lesen. Kurzum: Ein unverzichtbares Nachschlagewerk, das Antworten auf nahezu alle Fragen zur erkrankten Katze liefert ! (Leider hat es auch einen dementsprechenden Preis....)

 (Großformatige, gebundene Ausgabe, 880 Seiten, 2005, Enke Verlag, ISBN 3830410492, 149,90 EUR)

 

“Katzen Krankheiten” Band 1 + 2 von W. Kraft, U.M. Dürr und K. Hartmann

Und hier haben wir das zweite der beiden zweifellos umfassendsten und empfehlenswertesten veterinärmedizinischen Nachschlagewerke über die Krankheiten der Katze. Lange musste man auf diese 5. überarbeitete Ausgabe warten, endlich ist sie im Handel und hat gegenüber den früheren Auflagen eine ganz erhebliche Erweiterung erfahren: Sie liegt erstmalig in zwei Bänden vor. Das zeigt nicht nur die erheblichen Erweiterungen, die die einzelnen Kapitel erfuhren, sondern spiegelt auch die geradezu sprunghafte Entwicklung wider, die sich in den letzten Jahren auf allen Gebieten der Kleintiermedizin ergeben haben.
Der Tatsache Rechnung tragend, dass die Katze immer mehr an Beliebtheit gewinnt und verstärkt in der Tierarztpraxis vorgestellt wird, liefern die Autoren eine völlige Neubearbeitung und Aktualisierung dieses Standardwerkes, welches erhebliche Erweiterung erfahren durfte.
Die Themengebiete der 1467 Seiten erstrecken sich von Behandlungstechniken über Endoskopie, Bildgebende Verfahren, Sofortmaßnahmen bei akuten Traumen und Notfällen, Vergiftungen, Infusionstherapie und Sondenernährung, Impfung, virale und bakterielle Infektionskrankheiten, Mykosen, Zoonosen, Parasitosen, Krankheiten des Auges, der Ohren, der Haut, des Bewegungsapparates, der Zähne und des Kiefers, des Kreislaufsystems, des Respirationstrakts, der Verdauungsorgane, der Leber, der Pankreas, der Harnorgane, des Blutes, des Immunsystems und des Nervensystems bis hin zur Gynäkologie, Missbildungen, Stoffwechselstörungen, Alterserkrankungen, Tumoren, Onkologie, Ernährung und Diätetik, Verhaltensprobleme, Chirurgie und sogar Tötung.
Interessant ist hierbei, dass manche Krankheitsbilder in verschiedenen Kapiteln (also von unterschiedlichen Autoren) beschrieben werden, was zur Folge hat, dass unterschiedliche Meinungen zum Ausdruck kommen, was dem Leser ein breiteres Blickfeld eröffnet.
Kurz gesagt: Das Warten hat sich gelohnt, die Fülle ist atemberaubend - wenngleich dieses Werk hinsichtlich des Fachjargons nicht ganz so verständlich für den Laien ist wie das vorgenannte Werk.

 (Gebundene Ausgabe, März 2003, Schaper Verlag, ISBN 3794401999, 168,00 EUR)

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(letzte Änderung dieser Seite: 05 Mai, 2010)


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